mini|José Ramón Soroiz (2026) José Ramón Soroiz Ormazabal (* 24. Februar 1951 in Legorreta, Gipuzkoa) ist ein spanischer Theater-, Film- und Fernsehschauspieler, der mit baskischsprachigen Produktionen bekannt wurde. Für seine Hauptrolle in Maspalomas (2025) erhielt er den Goya als bester Hauptdarsteller.
Theater Soroiz begann seine Laufbahn auf der Bühne und arbeitete mit baskischen Theaterensembles wie Tantakka, Hika, Vaivén und Txalo. Zu seinen Bühnenarbeiten zählen La cacatúa verde (1993) unter der Regie von Mario Gas und Florido Pensil (1996) unter der Regie von Fernando Bernués. Er blieb dem Theater verbunden.
Fernsehen und Film Bekannt wurde Soroiz in den 1990er-Jahren mit der baskischsprachigen Fernsehkomödie Bi eta bat, in der er an der Seite von Elena Irureta und Ane Gabarain den Jose Lontxo spielte. Im Programm des baskischen Senders ETB verkörperte er überdies den Regierungschef Joxean Arizkorreta in Jaun ta jabe und die Titelfigur in Martin. Zu seinen ersten Kinofilmen gehören Vacas (1992) von Julio Médem und Maité (1994) von Eneko Olasagasti und Carlos Zabala. Später wirkte er in Loreak (2014), Amama (2015) und Cinco lobitos (2022) mit. Über das Baskenland hinaus wurde er mit der HBO-Serie Patria (2020) bekannt, in der er den Unternehmer Txato Lertxundi spielte.
Maspalomas In Maspalomas (2025) von Jose Mari Goenaga und Aitor Arregi übernahm Soroiz seine erste Hauptrolle in einem Kinofilm. Er spielt Vicente, einen schwulen Mann Mitte siebzig, der nach einem Schlaganfall sein selbstbestimmtes Leben auf Gran Canaria aufgeben muss und in einem baskischen Pflegeheim seine sexuelle Orientierung erneut verbirgt. Die Geschichte behandelt neben dem Altern und gesellschaftlichen Erwartungen auch das belastete Verhältnis Vicentes zu seiner Tochter, die er Jahrzehnte zuvor verlassen hat. Für diese Darstellung erhielt Soroiz 2025 beim Filmfestival von San Sebastián die Silberne Muschel für die beste Hauptdarstellung, die er sich mit Zhao Xiaohong teilte. Für den Film gewann er außerdem den Premio Forqué, den Premio Feroz und 2026 seinen ersten Goya. Das Filmfestival von San Sebastián kündigte zudem an, ihn am 22. September 2026 für sein Lebenswerk mit dem Premio Zinemira auszuzeichnen.
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