Kreki () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki.
Geographische Lage Kreki liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 22 Kilometer westlich der Stadt Morąg bzw. 33 Kilometer nordwestlich der Kreismetropole Ostróda.
Geschichte Der einst Crekin, nach 1400 Kröcken und nach 1898 Kröken genannte Ort bestand aus einem großen Hof.Dietrich Lange: Kröken, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Am 17. Juli 1321 verschrieb in Christburg der Landmeister Friedrich von Wildenberg an Kristan.Geschichtliches Orts-Verzeichnis: Kröken Im Jahre 1785 wurde Kröcken als adliges Vorwerk mit drei Feuerstellen genannt, das zum Hauptamt Preußisch Mark und auch zum Gut Sasiny gehörte. 1820 gab es dort bereits fünf Feuerstellen bei 50 Einwohnern.
Als 1874 der Amtsbezirk Sassen im ostpreußischen Kreis Mohrungen errichtet wurde, war Kröken als Ortsteil des eingegliederten Guts Sassen ein Teil desselben.Rolf Jehke: Amtsbezirk Sassen
Im Jahre 1885 zählte Kröken 71 Einwohner, im Jahre 1910 waren es 77.
Als 1928 der Gutsbezirk Sassen in eine Landgemeinde gleichen Namens umgewandelt wurde, wurde Kröken deren Ortsteil.
In Kriegsfolge kam 1945 das gesamte südliche Ostpreußen zu Polen. Kröken erhielt die polnische Namensform „Kreki“ und ist heute als eine Osada (= „Siedlung“) eine Ortschaft innerhalb der Gmina Małdyty im Powiat Ostródzki, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Religion Kröken war bis 1945 in die evangelische Kirche Groß Arnsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 467 außerdem in die römisch-katholische Kirche St. Joseph in der Stadt Mohrungen.
Heute gehört Kreki katholischerseits zur Pfarrei der Christkönigkirche Jarnołtowo im Dekanat Morąg im Bistum Elbląg, die in Koszajny eine Filialkapelle unterhält, die 1991 mit breiter Unterstützung der Einwohner Krekis erbaut wurde. Evangelischerseits gehört Kreki jetzt zur Kirchengemeinde in Morąg, einer Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Kreki liegt an einer Nebenstraße, die bei Zajezierze von der Woiwodschaftsstraße 519 (frühere Reichsstraße 126) abzweigt und über Jarnołtowo und Połowite bis nach Bartno führt, wo sie in die Woiwodschaftsstraße 526 mündet.
Eine Bahnanbindung besteht nicht mehr. Bis 1999 bzw. 2004 war Pollwitten resp. Połowite die nächste Bahnstation. Sie lag an der inzwischen aufgegebenen und demontierten Bahnstrecke Małdyty–Malbork.
Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Kröken/Kreki
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Małdyty