mini|Iran und umliegende Länder Der Verlauf des Irankrieges im Juli 2026 gibt die Ereignisse des Irankriegs 2026 im Juli 2026 chronologisch wieder.

4. Juli 2026 Oman traf mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich eine Vereinbarung, um die sichere Schifffahrt durch die Gewässer des Landes, einschließlich des Golfs von Oman und der Straße von Hormus, zu gewährleisten.

7. Juli 2026 Der katarische Flüssiggas-Tanker Al Rekayyat wurde nahe der Straße von Hormus bei einem nächtlichen Raketenangriff der Revolutionsgarde getroffen. Im Maschinenraum des Schiffes brach ein Feuer aus und das Schiff droht zu explodieren. Bereits am Montag wurde ein Öltanker unweit der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen.

Die Trump-Regierung widerrief nach den Angriffen auf die drei Schiffe die vorübergehenden Ausnahmegenehmigungen, die im Rahmen des Islamabad-Memorandums erteilt worden waren.

US-Streitkräfte griffen iranische Luftabwehr-, Küstenüberwachungs- und Raketenstellungen an; in Bandar Abbas, Bandar Sirik und auf der Insel Qeschm waren Explosionen zu hören. Der Iran warf den USA vor, gegen die zwischen beiden Seiten getroffene Vereinbarung verstoßen zu haben, und warnte vor Vergeltungsmaßnahmen.

8. Juli 2026 US-Präsident Donald Trump erklärte die Absichtserklärung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran aus seiner Sicht für hinfällig. Die Vereinbarung ist nach seiner Aussage „vorbei“. Er sagte, er wolle nicht mit der iranischen Regierung verhandeln und mit dem Iran nichts mehr zu tun haben. Bei den Iranern handle es sich um „kranke Leute“ und es sei „Zeitverschwendung, sich mit ihnen zu beschäftigen“. Seine Unterhändler werde er jedoch weiter mit dem Iran reden lassen, wenn diese es wünschen. Trump erklärte, die Luftangriffe würden fortgesetzt.

US-Präsident Donald Trump wechselte vor dem Abflug von dem NATO-Gipfel in Ankara 2026 getarnt mit Hilfe eines Catering-Containers die als Air Force One fungierende VC-25A und stieg aus diesem Container in eine kleinere C-32A um. Die sich an Born befindlichen Medien- und auch einige Regierungsvertreter an Bord der (angeblichen) Air Force One seien in dem Glauben gelassen worden, dass Trump sich weiterhin an Bord der VC-25A befinden würde. Über den verdeckten Wechsel des Flugzeuges soll nur ein enger Kreis direkt um den Präsidenten informiert worden sein. Die US-Regierung äußerte sich zunächst nicht zu diesen Berichten. Am 12. August 2026 bestätigte Trump offiziell, dass er Ankara nach dem NATO-Gipfel auf Anraten seiner Personenschützer des Secret Service an Bord der kleineren Maschine verlassen habe. Der Grund für das ungewöhnliche Täuschungsmanöver soll eine konkrete, von Iran ausgehende Bedrohung gewesen sein, zu der es jedoch keine näheren Angaben gab. Die Journalisten und die meisten anderen Personen an Bord sollen demnach nicht über die mögliche iranische Bedrohung in Kenntnis gesetzt worden sein. Bei einem Zwischenstopp in Großbritannien stieg Trump wieder in die VC-25A um, weil er diese auf dem Rückflug vermutlich wegen fehlender Sicherheitseinrichtungen bei der von Katar geschenkten inzwischen zur Boeing VC-25B Bridge umgebauten Boeing 747-8 nutzen sollte. Mit der VC-25B Bridge war er vor dem Gipfel nach Ankara geflogen. Dass Trumps Umstieg in Ankara zu diesem Zeitpunkt und noch bis zum 12. August 2026 danach geheim gehalten wurde, gilt als beispiellos. Dieser Flugzeugwechsel erfolgte laut US-Medien nach einer Übermittlung von Geheimdienstinformationen israelischer Stellen an die US-Regierung, dass Trumps Leben auf dem Rückweg aus der Türkei durch den Iran bedroht sei. Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA hätten diese zwar als nicht überzeugend eingestuft, man habe sich aber dennoch für das Täuschungsmanöver auf Trumps Heimweg entschieden. Einige Beobachter vermuteten demnach, dass Israel versucht habe, Trump dazu zu bewegen, den Irankrieg zu eskalieren. Manche US-Geheimdienstmitarbeiter hätten in der Warnung vor Bedrohungen für Trump weniger eine Informationsweitergabe Israels als vielmehr den Versuch gesehen, Einfluss auf die US-Politik in der Region zu nehmen. Die USA sammelten daraufhin Geheimdienstinformationen über die mögliche Bedrohung, dass iranische Vertreter bei Trumps Abflug aus Ankara eine schultergestützte Flugabwehrrakete auf sein Flugzeug hätten abfeuern können. Trotz der Zweifel habe der Secret Service aber kein Risiko eingehen wollen und sich daher für das Täuschungsmanöver entschieden. Ranghohe Regierungsmitglieder, wie Außenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent, blieben in der als Ablenkungsflugzeug fungierenden VC-25A zurück. Rubio und Bessent wussten von der Bedrohung Bescheid. Mehrere weitere Mitarbeiter des Weißen Hauses blieben laut Medienberichten ebenfalls an Bord des Ablenkungsfluges, darunter Stephen Miller, Will Scharf, Steven Cheung, Mike Needham, Ross Worthington und Monica Crowley. Es sei unklar, ob sie alle von der Bedrohung wussten. Verteidigungsminister Pete Hegseth und einzelne Mitarbeitende des Weißen Hauses wechselten dagegen mit Trump mit dem Catering-Container das Flugzeug.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte eine Reise nach Israel ab.

Das pakistanische Außenministerium bekräftigte seine Forderung an alle Seiten, die kürzlich unterzeichnete Absichtserklärung einzuhalten.

Das bahrainische Militär fing Geschosse aus dem Iran ab. Das kuwaitische Militär fing zwei ballistische Raketen und 13 Drohnen aus dem Iran ab.

Der Leiter der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation, Arsenio Dominguez, berichtete, dass noch immer 6.000 Seeleute in der Straße von Hormus festsäßen, und rief angesichts dessen zu „größtmöglicher Zurückhaltung und Deeskalation“ auf.

Das Gastransportunternehmen Nakilat bestätigte, dass der katarische LNG-Tanker Al Rekayyat gestern in der Nähe der Straße von Hormus von Geschossen getroffen worden sei. Es wurden keine Opfer gemeldet. Zudem soll der Tanker vor der Küste Omans gestrandet sein.

Die Ölpreise für Brent-Rohöl und West Texas Intermediate stiegen um mindestens 5 % und erreichten 78,01 US-Dollar bzw. 73,86 US-Dollar.

US-Streitkräfte griffen im Iran an. Das US-Militär startete eine weitere Welle von Angriffen gegen den Iran, um dessen Fähigkeiten einzuschränken, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu bedrohen, nach eigenen Angaben über 80 militärische Ziele. Der Iran attackierte daraufhin erneut Kuwait und Bahrain. US-Präsident Trump drohte mit weiteren Angriffen, wenn Handelsschiffe angriffen würden. Der Iran meldete Explosionen in der Region der Großstadt Bandar Abbas, der Hafenstadt Buschehr und der Insel Abu Musa im Persischen Golf. Außerdem seien auch Gebäude des Flughafens der Stadt Iranschahr getroffen worden. Nach US-Angaben wurden zwei Eisenbahnbrücken bombardiert worden.

9. Juli 2026 Kuwait meldete erneuten Beschuss und in Bahrain gab es einen weiteren Luftalarm. Das US-Militär erklärte seine jüngste Angriffswelle auf rund 90 Ziele im Iran für beendet.

Die iranischen Revolutionsgarden warnten die USA vor einer weiteren Einmischung in der Straße von Hormus und drohten für diesen Fall mit einer „vernichtenden Antwort“. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus war inzwischen wieder nahezu vollständig zum Stillstand gekommen. Die Revolutionsgarden feuerten nach eigenen Angaben zehn ballistische Raketen auf den jordanischen Militärstützpunkt Muwaffaq Salti Air Base bei Al-Azraq ab. Nach jordanischen Angaben konnten acht aus dem Iran abgefeuerte Raketen jedoch abgefangen werden.

10. Juli 2026 Nach Angaben aus den USA liefen die Gespräche mit dem Iran auf technischer Ebene jedoch weiter.

11. Juli 2026 Die USA forderten vom Iran Sicherheitsgarantien für die Schifffahrt. Wenn der Iran diese Erklärung nicht abgeben würde, dann würde es kein gutes Ergebnis für ihn geben. Die USA würden sich militärische Optionen vorbehalten, falls es zu keiner Einigung käme. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums Baghaei wies Angaben zurück, dass die iranische Regierung um Gespräche mit den USA gebeten habe. Er warnte davor, dass jeder Verstoß der USA gegen ihre Verpflichtungen von Iran mit Gegenmaßnahmen beantwortet werde.

12. Juli 2026 Die iranischen Revolutionsgarden erklärten die erneute Sperrung der Straße von Hormus. Es seien Warnschüsse auf ein Schiff abgefeuert worden, das eine „nicht genehmigte Route“ befahren habe. Die USA griffen erneut als Antwort auf den iranischen Angriff auf das unter der Flagge Zyperns fahrende Containerschiff GFS Galaxy Ziele im Iran an. Die Besatzung des von Iran angegriffenen Schiffes sei von Bord gegangen und ein Besatzungsmitglied werde vermisst. Es folgte ein iranischer Raketenangriff auf Doha, die Hauptstadt von Katar. Die USA erklärten ihre letzte Angriffswelle auf den Iran für beendet.

Die iranischen Revolutionsgarden bekannten sich zu den Angriffen auf US-Militärbasen in mit den USA verbündeten Golfstaaten und Jordanien. Der Iran warf den USA nach der dritten Angriffswelle innerhalb einer Woche Vertragsbruch vor. Kuwait wehrte nach eigenen Angaben iranische Luftangriffe ab.

US-Präsident Donald Trump erklärte die Straße von Hormus entgegen den iranischen Angaben für geöffnet. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, dass der Iran die Straße von Hormus nicht kontrollieren würde.

Am Abend meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim Detonationen in der Hafenstadt Bandar Abbas und in der Nähe der Insel Qeschm im Persischen Golf. In Bandas Abbas gab es laut der Nachrichtenagentur Irna Explosionen in verschiedenen Stadtteilen, dabei habe es sich um Militäreinrichtungen gehandelt. Das Verteidigungsministerium von Kuwait meldete vermutlich iranische Angriffe auf drei Grenzposten und auf eine Offshore-Bohrplattform.

13. Juli 2026 Das US-Militär bestätigte eine vierte Angriffswelle auf den Iran, um dessen Fähigkeiten einzuschränken, weiter Schiffe in der Straße von Hormus anzugreifen. So seien Flugabwehrsysteme, Radarstationen, Raketenstellungen, Drohnenstandorte und kleine Boote zerstört worden. Erstmals seien auch schwimmende Drohnen eingesetzt worden. Nach den Daten des Schiffstrackingdienstes Kpler hatten am Vortag nur noch sechs Schiffe die Meerenge passiert. Die meisten Experten erwarten, dass die gegenseitigen Angriffe eine ganze Weile so weitergehen, da dies für den Iran besser sei, als über ein Atomabkommen zu verhandeln. Auch der aus dem Iran stammende Politiker Omid Nouripour befürchtete, dass der Zustand gegenseitiger Angriffe noch mehrere Monate anhalten könnte. Es sei schwierig, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Er bezeichnete die Äußerungen beider Seiten dazu als eine Art Scheinwelt. Wichtiger sei es, die Realität vor Ort zu betrachten. Die faktisch geschlossene Straße von Hormus führe aktuell zu steigenden Ölpreisen.