Das Gebiet Am Brand ist ein mit Verordnung vom 29. Oktober 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Schonwald (Schutzgebiet-Nummer 200248) in Baden-Württemberg. Es handelt sich um großflächige Weiden-Sukzessionsbestände im Bereich eines Rhein-Altarmes auf nassen Standorten.

Lage Der Schonwald befindet sich nördlich von Schwanau. Er liegt im Gemeindewald Schwanau im Distrikt III, Abteilungen 1 (z. T.), 2 und 3 (z. T.) auf Flurstück 3926/1 (z. T.) der Gemarkung Ottenheim.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/800309/

Der Schonwald liegt im Naturschutzgebiet Thomasschollen und er liegt im Vogelschutzgebiet Rheinniederung Nonnenweier-Kehl sowie im FFH-Gebiet Untere Schutter und Unditz.

Im Biotop Schonwald "Am Brand" (2) Pflanzenstandort wurde bei einer Zählung im Jahr 1995, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Pflanzenart Schwarz-Pappel gefunden. Diese Art ist von der LUBW als gefährdet eingestuft.

Vegetation Im Schonwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Pflanzen vor: Berg-Ahorn, Großer Algenfarn, Schmalblättriger Merk, Nickender Zweizahn, Schwarzfrüchtiger Zweizahn, Sumpf-Wasserstern, Schaumkräuter, Sumpf-Segge, Steife Segge, Raues Hornblatt, Gewöhnliche Waldrebe, Roter Hartriegel, Gemeine Hasel, Kanadische Wasserpest, Mädesüß, Gemeine Esche, Kletten-Labkraut, Wasser-Schwaden, Drüsiges Springkraut, Sumpf-Schwertlilie, Kleine Wasserlinse, Zierliche Wasserlinse, Gewöhnlicher Liguster, Ufer-Wolfstrapp, Sumpf-Vergissmeinnicht, Gelbe Teichrose, Rohrglanzgras, Schilfrohr, Gelappter Schildfarn, Pappeln, Spiegelndes Laichkraut, Kamm-Laichkraut, Wasser-Sumpfkresse, Gewöhnliches Pfeilkraut, Silber-Weide, Schwarzer Holunder, Bittersüßer Nachtschatten, Kanadische Goldrute, Einfacher Igelkolben, Vielwurzelige Teichlinse, Echter Beinwell, Große Brennnessel, Blauer Wasser-Ehrenpreis, Schwarz-Erle, Sumpfdotterblume, Bastard-Schwarz-Pappel, Espe, Himbeere, Brombeeren, Purpur-Weide, Korb-Weide, Breitblättriger Rohrkolben, Gilbweiderich, Spitzahorn, Hänge-Birke, Hänge-Segge, Winter-Schachtelhalm, Scharbockskraut, Gewöhnliche Traubenkirsche, Stieleiche, Giersch, Bärlauch, Aronstab, Wassersterne, Gundermann, Efeu, Gefleckte Taubnessel, Silber-Pappel, Vogelkirsche, Wald-Segge, Gemeine Hainbuche, Zweigriffeliger Weißdorn, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Schwarz-Pappel, Gewöhnliche Robinie, Flatterulme, Feldulme, Wolliger Schneeball, Gewöhnlicher Schneeball, Gemeine Schafgarbe, Gemeiner Odermennig, Fieder-Zwenke, Aufrechte Trespe, Wiesen-Flockenblume, Knollige Kratzdistel, Gemeiner Wirbeldost, Kriechender Günsel, Kohl-Lauch, Gewöhnliches Ruchgras, Gewöhnlicher Glatthafer, Mittleres Zittergras, Land-Reitgras, Wald-Schaumkraut, Blaugrüne Segge, Herbstzeitlose, Ackerwinde, Wiesen-Pippau, Gewöhnliches Knäuelgras, Acker-Schachtelhalm, Zypressen-Wolfsmilch, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Weißes Labkraut, Flaumiger Wiesenhafer, Steifhaariger Löwenzahn, Fettwiesen-Margerite, Gewöhnlicher Hornklee, Feld-Hainsimse, Gewöhnlicher Gilbweiderich, Kleine Bibernelle, Mittlerer Wegerich, Schmalblättriges Wiesen-Rispengras, Kleine Braunelle, Kratzbeere, Wiesensalbei, Kleiner Wiesenknopf, Großer Wiesenknopf, Tauben-Skabiose, Riesen-Goldrute, Gewöhnlicher Löwenzahn, Wiesen-Bocksbart, Wiesenklee, Wiesen-Goldhafer, Gamander-Ehrenpreis, Vogel-Wicke.

Im Schutzgebiet liegen zehn Biotope: Altrheinarm W Meissenheim mit der Biotopnummer 275123170042, Weidenaue SW Meissenheim mit der Biotopnummer 275123177050, Schonwald "Am Brand"- Schilfröhrichte mit der Biotopnummer 275123170061, Schonwald "Am Brand" - Altrheinarm (1) mit der Biotopnummer 275123170058, Altwassersystem S Schützenkopf mit der Biotopnummer 275123170010, Schonwald "Am Brand" - Altwasser mit der Biotopnummer 275123170059, Mühlbach NW Ottenheim mit der Biotopnummer 276123170131, Schonwald "Am Brand" (2) Pflanzenstandort mit der Biotopnummer 276123170074, Magerrasen mit Streuobst im Gewann Martels NW Ottenheim/Schwanau mit der Biotopnummer 176123176080, Streuobstwiese E Ottenheimer Kiessee mit der Biotopnummer 376123170028.

Schutzzweck Der Schutzzweck des Schonwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die Erhaltung des aus früherer Mittelwaldbewirtschaftung hervorgegangen naturnahen Auewaldbestandes mit Stieleiche, Esche, Silber- und Schwarzpappel sowie die begleitenden Strauchschicht; die Erhaltung des Kopfholzbetriebes auf Kleinflächen im Bereich der ehemaligen Kopfweidenbestände mit Silber- und Bruchweiden.

Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Schonwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).

Siehe auch Liste der Schonwälder in Baden-Württemberg

Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte https://www.regioneuropapark.de/de/entdecken/orte-stadte/schwanau.html

Einzelnachweise

Kategorie:Waldschutzgebiet im Ortenaukreis Kategorie:Geographie (Schwanau) Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004