Die Bischofsmühle – alternativ Lorchische Mühle oder Riehl’sche Mühle – ist eine ehemalige Mühle in Neustadt an der Weinstraße.
Lage Die Mühle befand sich am Speyerbach innerhalb der seinerzeit selbständigen Gemeinde Winzingen, seit 1892 Stadtteil von Neustadt. Der Winzinger Kernort lag weiter südwestlich. Westlich befindet sich das östliche Ende des Winzinger Wassergescheid. Unmittelbar östlich der Mühle zweigt der Rehbach von Speyerbach ab.
Geschichte Erstmals erwähnt wurde die Bischofsmühle im Jahr 1496. Sie war seinerzeit im Besitz des Bischofs von Speyer, woher ihr Name rührt. Dies stand im Gegensatz zur Tatsache, dass Winzingen Teil der Kurpfalz war.
Im Jahr 1662 wurde sie auf dem damals heruntergekommenen Mühlplatz durch Johann Heinrich Lorch neu gebaut, weshalb sie teilweise als „Lorchische Mühle“ bezeichnet wird.
Ende des 19. Jahrhunderts kaufte Friedrich Helfferich das Mühlengelände, um dort das Textilunternehmen Schober anzusiedeln. Einzelne Reste der Mühle wurden daraufhin in das Fabrikgebäude verbaut. Nachdem das Unternehmen 1985 in Konkurs gegangen war, wurde die Anlage 1992 abgerissen, damit auch die letzten baulichen Überbleibsel der einstigen Bischofsmühle. Mittlerweile stehen auf dem Areal zwei Supermärkte.
Einzelnachweise
Kategorie:Bauwerk in Neustadt an der Weinstraße Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Rheinland-Pfalz Kategorie:Wassermühle in Rheinland-Pfalz Kategorie:Stillgelegte Mühle