Cooking Up Democracy ist ein deutsch-taiwanischer Dokumentarfilm von Monika Treut aus dem Jahr 2026. Der Film beschäftigt sich mit der demokratischen und zivilgesellschaftlichen Entwicklung Taiwans. Im Mittelpunkt stehen Menschen aus der queeren Bewegung, feministische und andere gesellschaftspolitische Initiativen. Eine verbindende Figur ist die ehemalige taiwanische Digitalministerin Audrey Tang.
Inhalt Der Film porträtiert Menschen und Initiativen, die sich in Taiwan für demokratische Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit und die Rechte queerer Menschen engagieren. Zu ihnen gehören Mitglieder der taiwanischen LGBTQ+-Organisation Taiwan Tongzhi Hotline, deren Angehörige sowie weitere Aktivistinnen und Aktivisten. Audrey Tang spricht über Formen demokratischer Beteiligung und die Entwicklung der taiwanischen Zivilgesellschaft.
Monika Treut begleitet unter anderem Zo und Tiffany vom Grassland-Teehaus sowie Menschen aus dem Umfeld des Daybreak Café. Ihre persönlichen Erfahrungen werden mit der politischen Entwicklung Taiwans und der Frage verbunden, wie gesellschaftliche Gruppen an demokratischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden können.
Produktion und Hintergrund Cooking Up Democracy entstand als deutsch-taiwanische Koproduktion. Produziert wurde der Film von Dirk Manthey Film in Koproduktion mit Iceberg Productions und dem taiwanischen Public Television Service (PTS). Der Deutsche Filmförderfonds unterstützte die Produktion. Den deutschen Verleih übernahm Salzgeber.
Mit diesem Film knüpft Monika Treuts an ihre langjährige Beschäftigung mit Taiwan an. Sie war bereits 2002 beim Taiwan Women’s Film Festival zu Gast und realisierte später mehrere Arbeiten in und über Taiwan. Die taiwanische Nachrichtenagentur Central News Agency ordnete Cooking Up Democracy in diese über zwei Jahrzehnte entstandenen Beziehungen zur taiwanischen Film- und Aktivismusszene ein.
Treut erklärte während der Aufführung des Films beim Millennium Docs Against Gravity Film Festival in Warschau, dass sie bei früheren Aufenthalten die Entwicklung Taiwans von einer vergleichsweise konservativen Gesellschaft zu einer Gesellschaft erlebt habe, in der feministische, queere und andere zivilgesellschaftliche Bewegungen zunehmend Einfluss gewonnen hätten. Für den Film interessierte sie insbesondere, wie demokratische Beteiligung praktisch organisiert und weiterentwickelt wird.
Veröffentlichung Cooking Up Democracy wurde am 6. Mai 2026 beim queeren Filmfestival Pink Apple in Zürich als Uraufführung gezeigt. Wenige Tage später lief der Film beim polnischen Dokumentarfilmfestival Millennium Docs Against Gravity.
Die Aufführungen in Zürich und Warschau riefen nach Treuts Beobachtung unterschiedliche Reaktionen hervor. Während das Publikum beim Pink Apple insbesondere auf humorvolle Aspekte der porträtierten politischen und gesellschaftlichen Initiativen reagiert habe, sei die Wahrnehmung in Warschau stärker durch die geopolitische Situation Taiwans und die Bedrohung durch die Volksrepublik China geprägt gewesen. Treut brachte dies mit der polnischen Erfahrung der Bedrohung durch Russland in Verbindung.
Eine Veröffentlichung des Films in Taiwan wurde für September 2026 angekündigt. In Deutschland läuft der Film im Programm des Queerfilmfestivals 2026.
Weblinks
Cooking Up Democracy bei Filmportal.de Cooking Up Democracy beim deutschen Verleih Salzgeber
Einzelnachweise
Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Taiwanischer Film Kategorie:Filmtitel 2026 Kategorie:Transgeschlechtlichkeit im Film Kategorie:Homosexualität im Film