Dalem war eine wüste Feldmark südöstlich von Jüterbog in der Nähe von Fröhden in Brandenburg. Die genaue Lage ist unbekannt. Die Flur wurde nicht wieder besiedelt und ging in der Feldmark von Fröhden auf.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 95.
Geschichte und Etymologie Die Flur erschien erstmals im Jahr 1447 als vf de marcke zu dalem. Weitere Nennungen sind 1484 vff der marke zcu dhalem, 1487 vnd iij damelang hufen und 1506 als Dalemsche hufe. Der Name ist eine Namensübertragung aus dem Ortsteil Dahlen der Stadt Stendal in Sachsen-Anhalt oder gleichnamiger Orte wie beispielsweise Rheindahlen in Nordrhein-Westfalen. Sie sind als „Talheim“Reinhard E. Fischer: Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin, Band 13 der Brandenburgischen Historischen Studien im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra wissenschaft verlag, Berlin-Brandenburg 2005, S. 42 ISBN 3-937233-17-2. zu erklären.
Bis 1538 gehörte Dalem zum Amt Jüterbog, seit 1538 zum Gut Fröhden, das die wüste Feldmark wohl mit allen Rechten innehatte. Der Bürger Römer aus Jüterbog erhielt bis 1447 die Hebungen von fünf Hufen, die je drei Scheffel Roggen, drei Scheffel und Geld ergaben. Danach wechselten die Abgabenrechte mehrfach: von 1447 bis 1484 zur Familie von Staupitz, von 1484 bis 1487 zur Familie von Schlieben, Domherr zu Magdeburg, von 1487 bis 1492 zur Familie von Tuch und von 1492 bis vor 1524 zum Kanzleischreiber Freudemann. Der Anteil sank in dieser Zeit im Jahr 1487 auf nur noch die Hebungen aus einer Hufe, die vom Schulzen aus Werder beglichen werden mussten. Im Jahr 1487 betrugen die Einnahmen zusätzlich die Hebungen aus drei Hufen zu Dalem, die ein Einwohner aus Fröhden gab. Danach fiel der Anteil an den Landesherrn bzw. das Amt. Ein weiterer Anteil lag bis 1492 bei der Familie von Tuch, dann beim Kanzleischreiber Freudemann und wurde damit mit dem zweiten Anteil vereinigt. Er belief sich im Jahr 1492 auf die Hebungen aus zwei Einwohnern in Fröhden, die von einer bzw. zwei wüsten Hufen zu Dalem je zwei Scheffel Roggen und zwei Scheffel Hafer gaben mussten.
Dalem war bereits 1447 eine wüste Feldmark, die 1506 letztmals genannt wurde. Danach ging sie in der Feldmark von Fröhden auf und wurde nicht wieder besiedelt.
Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 95 und 96.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Ersterwähnung 1447 Kategorie:Geographie (Jüterbog)