mini|hochkant|Schillerstraße 10, 2014 mini|hochkant|Rittergasse 21, 2018 Die Thelemannsche Buchhandlung war eine Verlagsbuchhandlung und ein Antiquariat in Weimar.Die Schattenseiten von Weimar – Auf den Spuren vertriebener Geister 5 : Die Thelemannsche Buchhandlung von Gustav Kiepenheuer Literaturland Thüringen.

Geschichte Gegründet wurden Buchhandlung und Verlag bzw. Leihbibliothek von Ludwig Thelemann, der in Weimar Hofbuchhändler war, 1844 in der Schillerstraße 10. (Es hatte einmal die Hausnummer 15.) Ludwig Thelemann begann als Sortimentbuchhändler.Siegfried Lokatis, Ingrid Sonntag (Hrsg.): 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-635-2, S. 34 f. Im Jahre 1909 übernahm dieses Gustav Kiepenheuer, der in Weimar einen Verlag gründete, nachdem diese seit 1882 als „Hof-, Buch-, Kunst- und Musikalienhandlung“ in den Händen von Ludwig Thelemann lag.Volker Wahl: Die Anfänge des Verlages von Gustav Kiepenheuer in Weimar 1910 – zugleich eine Berichtigung, in Weimar-Jena, die große Stadt. das kulturhistorische Archiv, , Band 3, Heft 2, 2010, S. 137–145 (PDF); detailliert zu den ersten Veröffentlichungen, mit Fotos von Anzeigen aus dem Börsenblatt Mit dem mit Ludwig Thelemann geschlossenen Vertrag vom 1. Juni 1909 übernahm Kiepenheuer für den Preis von 50.000 Mark somit auch das Sortiment in der Schillerstraße.Siegfried Lokatis, Ingrid Sonntag (Hrsg.): 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-635-2, S. 51.Anzeige der Geschäftsübernahme von Ludwig Thelemann durch Gustav Kiepenheuer auf www.lot-tissimo.com. Kiepenheuer veranstaltete in seinem Geschäft auch literarische Vortragsabende. Auf seine Einladung hin kam Thomas Mann 1910 erstmals nach Weimar.landesarchiv.thueringen.de (PDF). Als Verleger blieb Gustav Kiepenheuer jedoch nicht lange in Weimar, sondern ging 1919 nach Potsdam. 1945 kehrte er aber nach Weimar zurück und versuchte 1947 mit Joseph Caspar Witsch eine Neugründung.Siegfried Lokatis, Ingrid Sonntag (Hrsg.): 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-635-2, S. 43. Er selbst starb 1949 und Witsch verließ die DDR 1951. Fortan gab es im Osten den – verstaatlichten – Kiepenheuer-Verlag und im Westen den Verlag Kiepenheuer & Witsch. Die Thelemannsche Buchhandlung bestand im Besitz eines „Kiepenheuer-Erben“ auch in der DDR als private Buchhandlung.Siegfried Lokatis, Ingrid Sonntag (Hrsg.): 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-635-2, S. 206. Über ein Jahrhundert lang befand sich in der Ladenzone bis 2014 die Thelemannsche Buchhandlung von Gustav Kiepenheuer bzw. Antiquariat.Zur Firmengeschichte: Siegfried Lokatis, Ingrid Sonntag (Hrsg.): 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage. Links, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-635-2. Die Lyrikerin Marie Luise Kaschnitz begann dort 1921 eine Lehre als Buchhändlerin. Eine weitere Filiale befand sich in der Rittergasse 21.

Einzelnachweise

Kategorie:Antiquariat Kategorie:Buchverlag (Deutschland) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Weimar) Kategorie:Unternehmensgründung 1844