mini|Ehemaliges Schulhaus mini|hochkant|Katholische Filialkirche St. Anna
Priegendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Priegendorf hat eine Fläche von 2,862 km². Sie ist in 894 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3201,28 m² haben.
Geografie Das Kirchdorf liegt am Sendelbach, einem rechten Zufluss der Baunach, und am Hutbach, der innerorts als linker Zufluss in den Sendelbach mündet. Im Norden grenzt der Lußberger Forst an, der auf den Erhebungen der Haßberge liegt, im Süden die Waldgebiete Schmierofen und Getännig, die ebenfalls auf den Erhebungen der Haßberge liegen. Die Kreisstraße BA 37/HAS 22 führt nach Rudendorf zur Staatsstraße 2281 (3,4 km westlich) bzw. nach Dorgendorf (1,6 km östlich).
Geschichte Im Jahr 1396 verkaufte Johann von Truhendingen alle seine Güter um den Stufenberg an das Hochstift Bamberg, darunter auch „Brichendorf“.I. Maierhöfer: Ebern, S. 25. Priegendorf wurde fortan vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg verwaltet.I. Maierhöfer: Ebern, S. 71.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Priegendorf 31 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (18 Häuser mit Städeln, 10 Häuser ohne Städel) und das Domkapitel Bamberg (1 Söldengut). Der Gemeinde gehörte ein Haus mit Schmiede und ein Hirtenhaus.I. Maierhöfer: Ebern, S. 212.
Im Jahre 1802 kam Priegendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Priegendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Priegendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).I. Maierhöfer: Ebern, S. 314. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,862 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Priegendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.
Baudenkmäler In Priegendorf gibt es sechs Baudenkmäler: Geracher Weg 3: Bauernhaus Sankt-Anna-Straße 2: Katholische Filialkirche St. Anna Sankt-Anna-Straße 15: Ehemaliges Schulhaus Kruzifix Kellergasse Ziehbrunnen
Bodendenkmäler In der Gemarkung Priegendorf gibt es zwei Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 Einwohner 162 210 246 256 246 236 255 263 237 260 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 34 57 50 47 51 Quelle Jahr 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 Einwohner 239 233 239 238 251 256 251 259 275 339 Häuser 50 52 52 Quelle Jahr 1950 1952 1961 1970 1987 2025 Einwohner 342 315 289 278 292 342 Häuser 54 56 74 Quelle
Religion Priegendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt. Von 1869 bis 1922 war die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) für Priegendorf zuständig.I. Maierhöfer: Ebern, S. 87.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Baunach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg