mini|hochkant|St. Martin (Untertraubenbach) Die römisch-katholische, denkmalgeschützte Pfarrkirche St. Martin steht in Untertraubenbach, einem Gemeindeteil der Kreisstadt Cham im Landkreis Cham in der Oberpfalz. Die Kirche gehört zum Bistum Regensburg. Das Bauwerk ist unter der Denkmalnummer D-3-72-116-128 als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen.
Beschreibung Die giebelständige Saalkirche wurde 1719 erbaut. Sie besteht aus einem Langhaus, das mit einem Satteldach bedeckt ist, einem eingezogenen, halbrund geschlossenen Chor im Osten und einem Chorflankenturm an dessen Südwand, dessen obere Geschosse und das Satteldach zwischen den Staffelgiebeln nach 1814 erneuert werden mussten.
Der Innenraum des Langhauses ist mit einem Stichkappengewölbe überspannt, das auf wandständigen Pfeilern ruht. Im Chor sitzt das Stichkappengewölbe auf Pilastern. Die Kirchenausstattung ist weitgehend im Baustil der Neorenaissance gestaltet.
Die drei Glasfenster im Halbrund der Apsis wurden 1892 von dem Münchner Glasmaler Joseph Peter Bockhorni gefertigt. Die mit Buntglas gezierten Kirchenfenster zeigen in der Mitte jeweils biblische Szenen in einer dekorativ gerahmten Lunette vor dem Hintergrund historisierender Ornamente. Der Name des Künstlers ist ausschließlich in dem nach Norden zeigenden Fenster eingraviert. Jenes wurde gestiftet von Johann Köppl aus Kager bei Roding aus Anlass der Geburt seines ersten Sohnes Johann Baptist, dem späteren Pater Bartholomäus von St. Ottilien in Oberbayern. mini|Glasfenster in der Pfarrkirche St. Martin in Untertraubenbach, gestiftet 1892 von Johann Köppl aus Kager
Orgel mini|Orgel Die Orgel mit 17 Registern auf zwei Manualen und Pedal wurde 1990 von Michael Weise in das historische Gehäuse von Andreas Weiß aus dem 18. Jh. gebaut. Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) online, abgerufen am 31. August 2024 I Hauptwerk Copula 8′ Viola da Gamba 8′ Salicional 8′ Prinzipal 4′ Spitzflöte 4′ Schwiegel 2′ Mixtur IV ′ II Schwellpositiv Rohrflöte 8′ Blockflöte 4′ Prinzipal 2′ Cornettino ′+2′+′ Scharffzimbel III ′ Oboe 8′ Pedal Subbaß 16′ Oktavbaß 8′ Choralbaß 4′+2′ Posaune 8′
Koppeln: II/I, I/P, II/P Spielhilfen: freie Kombination, Tutti, Zungenabsteller, freie Pedalkombination Bemerkungen: Schleiflade, mech. Spiel- und elektr. Registertraktur
Literatur
Weblinks
Website der Pfarreiengemeinschaft Klangbeispiel der Orgel auf YouTube: Wolfgang Kraus spielt ein Werk seines Vaters Eberhard Kraus: den Orgelchoral „Nun bitten wir den Heiligen Geist“ aus dem Zwölftonorgelbüchlein (1983)
Einzelnachweise
Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Cham Kategorie:Bauwerk in Cham (Oberpfalz) Erscheinung Kategorie:Martinskirche Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Regensburg Kategorie:Saalkirche in Bayern Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Bayern Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Erbaut in den 1710er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa