Adolf Lallinger (* 30. November 1897Adolf Lallinger. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1957. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 65. Jg., Hamburg 1957, S. 81 [Rubrik: Die Toten des Jahres]. in Augsburg; † 8. Dezember 1955 in München) war ein deutscher Schauspieler. Er wurde als Theaterschauspieler am Bayerischen Staatsschauspiel bekannt.
Leben Adolf Lallinger begann seine Bühnenlaufbahn bei der „Holtorf-Truppe“ in Heide und am Stadttheater Landshut. Ab den 1920er Jahren war er über drei Jahrzehnte als „viel verwendbarer“ Schauspieler fest am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert. In der Spielzeit 1926/27 wird er am Bayerischen Staatsschauspiel in der „Abteilung für kleine Rollen und Komparserie“ als Schauspieler aufgeführt.Adolf Lallinger. In: Deutsches Bühnenjahrbuch 1927, Seite 474. In der Spielzeit 1928/29 wirkte er am Bayerischen Staatsschauspiel in einer Studio-Aufführung der „Jungen Bühne“ in der Uraufführung des Schauspiels Werlhof von Hans Kaempfer mit.Münchner Uraufführungen. Aufführungskritik. In: Wiener Allgemeine Zeitung vom 25. Januar 1929, Seite 6. 1933 spielte er am Residenztheater München den Hauser im NS-Propagandastück Schlageter.Nachtaufnahmen zum „SA.-Mann Brand“. In: Erzgebirgischer Volksfreud vom 10. Juni 1933, Seite 7. Abgerufen am 17. November 2024
Er trat auch in Film und Fernsehen in Erscheinung. 1922 war er unter Otto Linnekogel in dem Spielfilm Die Talfahrt des Severin Hoyer zu sehen.Die Talfahrt des Severin Hoyer. Besetzung. In: Paderborner Anzeiger. Ausgabe vom 12. Januar 1924, Seite 4. Abgerufen am 17. November 2024 1933 spielte er in Franz Seitz seniors Propagandafilm S.A. Mann Brand die Rolle des Kommunisten Ludwig.SA-Mann Brand in den „Alhambra“-Lichtspielen. Besetzung. In: Hagenkreuzbanner. NS-Tageszeitung für Mannheim und Nordbaden. Ausgabe vom 17. Juni 1933, Seite 6. Abgerufen am 17. November 2024
Als Sprecher wirkte er in Rundfunksendungen des Bayerischen Rundfunks und des Reichssenders München mit.
Im Deutschen Bühnen-Jahrbuch 1948 wird sein Wohnsitz im Münchner Stadtteil Schwabing-West (Habsburgerstr. 3) angegeben. Adolf Lallinger war mit der Schauspielerin Nora Minor verheiratet. Er starb im Dezember 1955 im Alter von 58 Jahren in einem Krankenhaus in München.
Rollen am Bayerischen Staatsschauspiel (Auswahl) (Anmerkung:...dann spielten sie wieder. Das Bayerische Staatsschauspiel 1946–1986. Dokumentation. Verzeichnis der Premieren. Seite 159–197. München 1986. ISBN 3-765-42059-XDie Angaben beziehen sich auf die Premiere in der jeweiligen Spielzeit, und auf das Theater, in dem die Produktion zuerst gezeigt wurde. Teilweise wurden Stücke auch an andere Spielorte übernommen.)
Theater am Brunnenhof 1945/46: Liliom (von Ferenc Molnár), Rolle: Der Ärmlichgekleidete, Regie: Friedrich Ulmer 1946/47: Und Pippa tanzt (von Gerhart Hauptmann), Rolle: Jonathan, Regie: Falk Harnack 1946/47: Wir sind noch einmal davongekommen (von Thornton Wilder), Rolle: Fred Bailey, Regie: Paul Verhoeven 1946/47: Ein altes deutsches Weihnachtsspiel (von Max Mell), Rollen: Erster und Zweiter Wirt, Regie: Heinz Leo Fischer 1946/47: Der Soldat Tanaka (von Georg Kaiser), Rolle: Reisbauer, Regie: Heinz Leo Fischer 1946/47: Stella (von Johann Wolfgang von Goethe), Rolle: Kammerdiener, Regie: Rudolf Bach 1946/47: Drei Mann auf einem Pferd (von John Cecil Holm/George Abbott), Rolle: Josuah, Regie: Erhard Siedel 1947/48: Ein Traumspiel (von August Strindberg), Rollen: Souffleur / Dekan der Theologie, Regie: Hellmuth Renar 1947/48: Der Revisor (von Nikolai Gogol), Rolle: Ein pensionierter Beamter, Regie: Paul Verhoeven 1947/48: Der Hauptmann von Köpenick (von Carl Zuckmayer), Rolle: Kämmerer, Regie: Otto Wernicke 1948/49: Undine (von Jean Giraudoux), Rolle: Fischer, Regie: Hellmuth Renar 1948/49: Diener zweier Herren (von Carlo Goldoni), Rolle: Kellner, Regie: Bruno Hübner 1948/49: Heinrich VII. (von Hans Rehberg), Rolle: Bürger, Regie: Arnulf Schröder 1948/49: Wie es euch gefällt (von William Shakespeare), Rolle: Denis, Regie: Arnulf Schröder 1949/50: Romeo und Julia (von William Shakespeare), Rolle: Bürger von Verona, Regie: Bruno Hübner 1949/50: Der Zerrissene (von Johann Nestroy), Rolle: Knecht, Regie: Bruno Hübner 1949/50: Das träumende Mädchen (von Elmer Rice), Rollen: Polizist / Kellner, Regie: Hermann Wenninger
Residenztheater 1950/51: Der Verschwender (von Ferdinand Raimund), Rolle: Bedienter, Regie: Bruno Hübner 1950/51: Die Pfingstorgel (von Alois Johannes Lippl), Rolle: Melchior Brotladen, Regie: Alois Johannes Lippl 1951/52: Theaterg’schichten (von Johann Nestroy), Rolle: Schauspieler, Regie: Alois Johannes Lippl 1951/52: Wölfe und Schafe (von Alexander Ostrowski), Rolle: Maler, Regie: Robert Michal 1952/53: Cäsar und Cleopatra (von George Bernard Shaw), Rolle: Ein Perser, Regie: Alois Johannes Lippl
Filmografie 1922: Die Talfahrt des Severin Hoyer 1933: S.A. Mann Brand 1934: Um das MenschenrechtUm das Menschenrecht. Besetzung. In: Saale-Zeitung. Ausgabe vom 13. März 1935, Seite 4. Abgerufen am 17. November 2024 1939: Drei wunderschöne Tage
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