Chworostjanka (, , ) ist ein verlassener Ort im Rajon Krasnosnamensk der russischen Oblast Kaliningrad.
Geographische Lage Der Ort befindet sich in einer Flussschleife der Szeszuppe mit der Ortsstelle Aszen/Aschen am südlichen Ufer und der Ortsstelle Alt Krauleidszen/Hohenflur am westlichen Ufer gegenüber von Liwenskoje (Galbrasten/Dreifurt), wohin eine Furt führt. Einige Kilometer südlich befindet sich der Ort Timofejewo (Wedereitischken/Sandkirchen).
Geschichte Aszen (Aschen) Im 18. Jahrhundert war Aszen, das auch Kallwischken genannt wurde, ein königliches Dorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 5. Im Jahr 1874 wurde die Landgemeinde Aszen dem neu gebildeten Amtsbezirk Galbrasten im Kreis Ragnit zugeordnet.Rolf Jehke, Amtsbezirk Sandkirchen. Um 1900 sprach noch eine 60-prozentige Bevölkerungsmehrheit litauisch. 1909 gelangte die Gemeinde in den Amtsbezirk Wedereitischken. Im Jahr 1936 wurde die Schreibweise des Ortes in Aschen geändert.
In Folge des Zweiten Weltkriegs kam der Ort mit dem gesamten nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871, Berlin 1874 125 1871 143 1885Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, I. Provinz Ostpreußen, Berlin 1888 90 1905Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft 1, Provinz Ostpreußen, Berlin 1907 86 1910 99 1933Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I: Altreich und Land Österreich. Herausgegeben vom Statistischen Reichsamt, Vierte Auflage, 1939 87 1939 87
Alt Krauleidszen (Hohenflur)
Alt Krauleidszen, zunächst einfach Krauleidszen genannt, war im 18. Jahrhundert ein königliches Bauerndorf.Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil I, Königsberg/Leipzig 1785, Volständige Topographie vom Litthauischen Cammer-Departement, S. 75. Wie Aszen wurde auch die Landgemeinde Alt Krauleidszen 1874 dem Amtsbezirk Galbrasten und 1909 dem Amtsbezirk Wedereitischken zugeordnet. Um 1900 sprach noch eine 60-prozentige Bevölkerungsmehrheit litauisch. Im Jahr 1936 wurde die Schreibweise des Ortes in Alt Krauleidschen geändert. 1938 wurde der Ort in Hohenflur (Ostpr.) umbenannt.
In Folge des Zweiten Weltkriegs kam der Ort zur Sowjetunion.
Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1867 107 1871 115 1885 90 1905 96 1910 85 1933 79 1939 95
Chworostjanka Im Jahr 1947 erhielt der Ort Aszen/Aschen die russische Bezeichnung Chworostjanka und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Timofejewski selski Sowet im Rajon Krasnosnamensk zugeordnet.Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947). In der Folge wurde auch das ehemalige Alt Krauleidszen/Hohenflur in den Ort Chworostjanka mit einbezogen.Gemäß dem 1976 in Kaliningrad erschienenen russisch-deutschen Ortsverzeichnis Населенные пункты Калининградской области: краткий справочник. / Ред. В.П. Ассоров, В.В. Гаврилова, Н.Е. Макаренко, Э.М. Медведева, Н.Н. Семушина. - Калининград: Калининградское книжное издательство, 1976. Chworostjanka wurde vor 1988 aus dem Ortsregister gestrichen.In der Административно-территориальное деление Калининградской области 1989 (Die administrativ-territoriale Einteilung der Oblast Kaliningrad 1989 (mit Stand von 1988), herausgegeben vom Sowjet der Oblast Kaliningrad) auf soldat.ru (rar-Datei), taucht er nicht mehr auf.
Kirche Seit 1902 gehörten Aszen und Alt Krauleidszen zum neu gebildeten evangelischen Kirchspiel Wedereitischken. Vorher gehörte Aszen zum evangelischen Kirchspiel Budwethen, während Alt Krauleidszen zum evangelischen Kirchspiel Wischwill gehörte.
Weblinks Aszen bei wiki.genealogy.net Alt Krauleidszen bei wiki.genealogy.net
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in der Oblast Kaliningrad