Gustav Schneider (* 18. März 1899 in Fürth;Werner Breunig, Wolfgang Kringe, Frank R. Pfetsch (Hrsg.): Datenhandbuch Länderparlamentarier 1945–1953. (= Verfassungspolitik. Heidelberger Studien zur Entstehung von Verfassungen nach 1945. Band 2). Peter Lang, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-8204-8343-8, S. 172. † nach 1946) war ein deutscher Politiker (KPD).
Leben Schneider war gelernter Steinhauer. In den 1920er Jahren begann er sich in der Kommunistischen Partei Deutschlands zu betätigen. Er war befreundet mit Rudolf Benario und Ernst Goldmann, den ersten in einem Konzentrationslager ermordeten Juden.
1932 wurde Schneider vor dem Reichsgericht aufgrund der Verbreitung kommunistischer Schriften wegen des Vorwurfes der Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt (Aktenzeichen 8 J 1179/32). Das Verfahren wurde schließlich durch Verfügung des Oberreichsanwalts vom 12. Januar 1933 eingestellt.Invenio-Datenbank des Bundesarchivs: Beschreibung der Akte R 3003/9046.
Im Gefolge der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Bayern im Laufe des Monats März 1933 wurde Schneider am 17. März 1933 verhaftet.Ausstellungskatalog. Am 11. April 1933 wurde er in das KZ Dachau verbracht und nach fast fünf Jahren am 31. Januar 1938 entlassen.Arolsen Archives, Inhaftierungsdokumente, 1.1.6 Konzentrationslager Dachau, Zugangsbücher, DocID 9906358
In der Nachkriegszeit war Schneider als Parteisekretär der KPD in Regensburg tätig. 1946 gehörte er der Verfassunggebenden Landesversammlung in Bayern an.
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Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (Bayern) Kategorie:KPD-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben im 20. oder 21. Jahrhundert Kategorie:Mann