Axel Strøbye (* 22. Februar 1928 in Frederiksberg; † 13. Juli 2005 in Kopenhagen) war ein dänischer Schauspieler.

Leben und Karriere Axel Strøbye war der Sohn von Ingvard Strøbye (1897–1972) und seiner Frau Vilhelmine Petersen (1899–1979). Nach seinem Schulabschluss absolvierte Strøbye zunächst ein Architekturstudium.

Von 1950 bis 1952 absolvierte Strøbye eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule des Königlichen Theaters in Kopenhagen. Danach spielte er auf nahezu allen dänischen Bühnen und war mit Unterbrechungen ab 1968 festes Ensemblemitglied am Königlichen Theater, wo er über 60 Rollen (Shakespeare, Strindberg, Ibsen) spielte. In seiner fast fünf Jahrzehnte lang andauernden Karriere trat er von 1951 bis zum Jahr 2000 in über 130 Film-und-Fernsehproduktionen, zudem auch in einigen Werbespots auf. Mit dem späteren Olsenbande-Star Poul Bundgaard veröffentlichte er im Jahr 1969 sogar ein Gesangsduett. Zudem war Strøbye als Synchronsprecher für Zeichentrickfilme tätig.

Seine populärste Rolle war die des Kommissar Jensen in 10 der 14 Teile der Olsenbande-Reihe, wo er 1973 seinen ersten Auftritt in Die Olsenbande läuft Amok hatte. Ab dem sechsten Teil im Jahr 1974 wurden die Wortgefechte zwischen dem erfahrenen, aber desillusionierten Kommissar Jensen, der die Verbrechensbekämpfung und Verbrechensaufklärung als eher sinnlos ansieht, und seinem jungen und ehrgeizigen Assistenten Holm (dargestellt von Ole Ernst, im 9. Teil von Dick Kaysø) legendär.

Im deutschsprachigen Raum hatte Strøbye keinen Standardsprecher und wurde unter anderem von Dietmar Richter-Reinick, Harry Wüstenhagen, Hannjo Hasse, Paul Klinger, Roland Hemmo, Jürgen Thormann und Bert Franzke synchronisiert.

Axel Strøbye war in erster Ehe von 1953 bis 1961 mit der Schauspielerin und Tänzerin Kirsten Jessen verheiratet. In zweiter Ehe war er von 1962 bis 1974 mit der Schauspielerin Lone Hertz verheiratet, mit der er einen Sohn (1966–2024) und eine Tochter (* 1968) hatte. In dritter Ehe war er von 1974 bis zu seinem Tod im Juli 2005 mit der Schauspielerin Hanne Borchsenius verheiratet. Strøbye starb im Juli 2005 im Alter von 77 Jahren an einer Krebserkrankung. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Lyngby-Parkfriedhof in Kopenhagen.

Im südlichen Teil des Kopenhagener Stadtteils Valby wurde in einem 2006 neu erschlossenen Viertel im Jahr 2015 der „Axel Strøbyes Vej“ (Axel-Strøbye-Weg) nach dem Schauspieler benannt.

Filmografie (Auswahl) 1954: Kalles Abenteuer beim Film 1954: Karen, Maren und Mette 1956: Liebe auf vier Rädern 1956: Mädchen im gefährlichen Alter 1956: Sei lieb zu mir 1959: Einesteils der Liebe wegen 1960: Kein Pardon nach Mitternacht (Den sidste vinter) 1962: Oskar 1963: Das tosende Himmelbett (Pigen og pressefotografen) 1964: Gertrud 1965: 39 Seemänner und ein Mädchen (Een Pige og 39 sømænd) 1965: Die Flottenpflaume (Flådens friske fyre) 1966: Tugend läuft Amok (Dyden går amok) 1966: Ich, ein Liebhaber? (Jeg - en elsker) 1966: Kleine Sünder – große Sünder (Min søsters børn) 1967: Die Ferien meiner Frau (Min kones ferie) 1967: Sünder überall (Min søsters børn på bryllupsrejse) 1967: Vergiß nicht, deine Frau zu küssen (Elsk din næste) 1970: Mazurka im Bett (Mazurka pa serge eknetn) 1970–1977: Oh, diese Mieter! (Fernsehserie, 3 Folgen) 1972: Professor Bumskes Liebesschule (Takt og tone i himmelsengen) 1972: Studentenfutter (Rektor pa sengekanten) – Regie: John Hilbard 1973: Die Olsenbande läuft Amok 1974: Det lykkelige Skibbrud 1974: Der (voraussichtlich) letzte Streich der Olsenbande 1975: Familie Gyldenkal 1975: Die Olsenbande stellt die Weichen 1976: Flaming Fire Chef 1976: Die Olsenbande sieht rot 1976: Kassen stemmer 1977: Die Olsenbande schlägt wieder zu 1977: Harværk 1978: Die Olsenbande steigt aufs Dach 1978–1982: Die Leute von Korsbaek (Fernsehserie, 13 Folgen) 1979: Die Olsenbande ergibt sich nie 1979: Rend mig i tradionerne 1981: Die Olsenbande fliegt über die Planke 1981: Die Olsenbande fliegt über alle Berge 1982: Kidnapping 1983: Maj 1983: Otto ist ein Nashorn (Otto er et naesehorn) – Regie: Rumle Hammerich 1984: Rainfox 1984: Privatdetektiv Anthonsen (Fernsehserie, 4 Folgen) 1987: Hotel Savoy 1987: Babettes Fest (Babettes gæstebud) 1987: Pelle, der Eroberer (Pelle erobreren) 1988: Das Mädchen auf der Schaukel (The Girl in a Swing) 1988–1989: Station 13 (Fernsehserie, 3 Folgen) 1990: Camping 1991: Høfeber 1998: Der (wirklich) allerletzte Streich der Olsenbande

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Einzelnachweise

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