mini|Elise Last (1884) Elise Last (* 25. April 1827 in Leipzig als Clara EliseTrauungsbuch Lutherische Stadtkirche Wien, tom. III, Nr. 61 (Faksimile). oder Klara EliseTaufbuch Lutherische Stadtkirche Wien, tom. X, Nr. 176, betr. Carl Ernst Anton Last, Sohn des Albert Last und der Klara Elise Last geb. Jasper (Faksimile). JasperNicht „Casper“, Trauungsbuch Lutherische Stadtkirche Wien, tom. III, Nr. 61 (Faksimile).; † 28. Juni 1888 in Ober-Dürrwien, PressbaumSterbebuch Pressbaum, tom. III, fol. 30, Nr. 43 (Faksimile); nicht „Wien“.) war eine deutsche Leihbibliothekarin und populärwissenschaftliche Schriftstellerin. Sie publizierte über die Philosophen Schopenhauer und Kant.

Leben Elise Last war die Tochter des Buchhändlers Johann Christoph Caspar, der ein Verleger Goethes war. Sie zog zu Verwandten in Wien und heiratete dort am 24. August 1850 ihren Cousin Albert Last.Trauungsbuch Lutherische Stadtkirche Wien, tom. III, Nr. 61 (Faksimile). In der von ihr angekauften Leihbücherei arbeitete das Paar gemeinsam überaus erfolgreich, das Unternehmen stellte über Jahrzehnte einen „bedeutenden Kulturfaktor Wiens“ dar.

Last konnte keine höhere Schulbildung erlangen, beschäftigte sich jedoch autodidaktisch mit Philosophie und Literatur, angeblich angeregt durch die Leiden ihres erkrankten Sohnes. Über Schopenhauer gelangte sie zu Kant, dessen Theorien sie im Herbst 1877 eine populärwissenschaftliche Vorlesung widmete. Bereits im Februar des gleichen Jahres hatte sie einen Vortrag über Peter Philipps Eine versinkende WeltPeter Philipps: Eine versinkende Welt. Dramatische Dichtung. Rosner, Wien 1877, . Siehe dazu: Übersicht über die Leistungen der Deutschen Böhmens auf dem Gebiete der Wissenschaft, Kunst und Literatur im Jahre 1892. Hrsg. von der Gesellschaft zur Förderung Deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen. K. u. K. Hofbuchdruckerei A. Haase – Selbstverlag, Prag 1894 (; hiernach erschienen bei Aug. Schulze, Leipzig [o. J.]). gehalten.

In den folgenden Jahren verfasste sie drei populärwissenschaftliche Bücher zu Kant, Schopenhauer und zu deutscher Dichtung. Zeitgenössische Berichte betonen den Umstand, dass die (auch öffentliche) Beschäftigung mit Philosophie für eine Frau ihrer Generation ungewöhnlich war.

Last ließ ab 1881 am Lastberg in Rekawinkel (Ober-Dürrwien) eine Villenanlage errichten, wo sie 1888 starb. Sie wurde in Pressbaum beerdigt.

Werke Mehr Licht! Die Hauptsätze Kant’s und Schopenhauer’s in allgemein verständlicher Darlegung. Grieben, Berlin 1879 (). Mehr Licht! Neue Folge: Die deutsche Dichtung in ihrem Wesen und ihrer inneren Bedeutung. Grieben, Berlin 1880 () Die realistische und idealistische Weltanschauung entwickelt an Kants Idealität von Zeit und Raum. Grieben, Leipzig 1884 ().

Literatur

Einzelnachweise

Kategorie:Autor Kategorie:Schriftsteller (Wien) Kategorie:Person (Pressbaum) Kategorie:Geboren 1827 Kategorie:Gestorben 1888 Kategorie:Frau