St. Michael in Groß Stavern, Gemeinde Stavern, ist die Pfarrkirche der katholischen Kirchengemeinde St. Michael Stavern, die dem Dekanat Emsland-Nord des Bistums Osnabrück angehört.
Geschichte Stavern gehörte ursprünglich zur Pfarrei Sögel. Bereits im 17. Jahrhundert bestand eine Kapelle mit dem Patrozinium des Michael, die wahrscheinlich in Zusammenhang mit dem Englisch-Niederländischen Krieg (1665–1667) zerstört wurde.
Die jetzige Kirche wurde als Kapelle nach Plänen des Architekten Josef Niehaus errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 5. August 1850, die Einweihung am 16. September 1851.Dehio, S. 572.
1868 wurde Stavern abgepfarrt. In der Folge wurde die Kirche mehrmals verändert. 1893 wurden ein Chor und zwei Sakristeien angebaut, 1898 wurde die Spitze des Kirchturms erneuert und erhöht.
Beschreibung Die spätklassizistische Saalkirche aus Backstein wird durch Lisenen gegliedert, zwischen denen sich rundbogige Fenster befinden. Der Chorraum war ursprünglich kein eigener BauteilPoppe, S. 303., der 1893 angebaute Chor hat einen polygonalen Abschluss. Im Inneren befindet sich eine Muldendecke.
Ausstattung Die ursprüngliche Ausstattung ist neugotisch. 1967 wurde das Kircheninnere infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils umgestaltet, dabei wurden die alten Altäre entfernt und ebenso wie andere Ausstattungsstücke ersetzt.
Literatur Georg Dehio (Hrsg.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Bd. 2: Bremen/Niedersachsen, Neubearb., München 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 572.
Einzelnachweise
Michael Kategorie:Baudenkmal im Landkreis Emsland Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Emsland Stavern Kategorie:Michaeliskirche Kategorie:Backsteinkirche Kategorie:Saalkirche in Niedersachsen Kategorie:Klassizistische Kirche Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Niedersachsen Kategorie:Erbaut in den 1850er Jahren Kategorie:Josef Niehaus