Die Wörterlisten indigener Sprachen der Neuen Welt mit spanischer Übersetzung gehören seit 2015 zum UNESCO-Weltdokumentenerbe Spaniens.

Ausgewählt wurden zwölf Dokumente des 18. Jahrhunderts, die sich in den Beständen des Archivo General de Indias in Sevilla befinden. Sie ermöglichen eine bessere Kenntnis von 35 amerikanischen und asiatischen Sprachen: +SpracheSprachfamilieVerbreitungBemerkungenTagalogAustronesische SprachenPhilippinenBicolAustronesische SprachenPhilippinenPangasinensischAustronesische SprachenPhilippinenCagayanBisayaAustronesische SprachenPhilippinenSambalAustronesische SprachenPhilippinenQuechuaQuechua-SprachenPeru, Bolivien, Ecuador und NachbarländerAymaraAymara-SprachenBolivien, Peru, ChileSálibaPiaroa-Sáliba-SprachenKolumbien, VenezuelaQuichéMaya-SprachenGuatemalaKaqchikelMaya-SprachenGuatemalaTz'utujilMaya-SprachenGuatemalaKekchiMaya-SprachenGuatemala, El Salvador, BelizePoqomamMaya-SprachenGuatemalaPoqomchi’Maya-SprachenGuatemalaPopolucaMexikoCh'olMaya-SprachenMexikoTzotzilMaya-SprachenMexikoTzeltalMaya-SprachenMexikoChane-abalMaya-SprachenMexikoZoqueMaya-SprachenMexikoSubinhaAngeblich in Socoltenango, Chiapas. Das Wörterverzeichnis besteht jedoch aus einer Mischung von Tzeltal- und Tojolabal-Vokabeln.Lyle Campbell: American Indian Languages: The Historical Linguistics of Native America, Oxford 1997, S. 14.ChiapanecoOto-Mangue-SprachenMexiko†MamMaya-SprachenGuatemalaCabécarChibcha-SprachenCosta RicaViceytaWährend der Kolonialzeit übliche Bezeichnung sowohl für Cabécar als auch für Bribri, keine eigene Sprache.Lyle Campbell: American Indian Languages: The Historical Linguistics of Native America, Oxford 1997, S. 15.LeanJicaque-SprachenHondurasLyle Campbell: American Indian Languages: The Historical Linguistics of Native America, Oxford 1997, S. 286.MuliaJicaque-SprachenHondurasTérrabaChibcha-SprachenPanamaChaimaKaribische SprachenVenezuelaCumanagotoKaribische SprachenVenezuelaCorePariaTahitianischAustronesische SprachenFranzösisch-PolynesienRapanuiAustronesische SprachenOsterinsel

Viele dieser Ethnien und Kulturen haben nicht bis in die Gegenwart überlebt.

Die Listen stellen den frühesten Versuch dar, die betreffenden Sprachen mit dem lateinischen Alphabet zu verschriftlichen und dienten dazu, die Kommunikation der Spanier mit der indigenen Bevölkerung zu erleichtern. Ursprünglich wurden sie von Missionaren und Dolmetschern angelegt. Neun der Dokumente entstanden auf Wunsch der russischen Kaiserin Katharina II. und spiegeln die enzyklopädischen Interessen des späten 18. Jahrhunderts. Zwei Dokumente waren den Entdeckungsberichten der Osterinsel und Tahitis beigefügt.

Einzelnachweise

Weblinks Indigenous language vocabulary from the New World translated into Spanish auf der UNESCO-Website zum Weltdokumentenerbe Nomination form. International Memory of the World Register: Indigenous language vocabulary from the New World translated into Spanish (PDF; 36 kB)

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