mini|Anders Fryxell 1852 Anders Fryxell (* 7. Februar 1795 in Edsleskog, Gemeinde Åmål; † 21. März 1881 in Stockholm) war ein schwedischer Historiker.
Familie Fryxell war ein Sohn des Pfarrers Mathias Fryxell (1751–1817). Er heiratete 1825 seine Cousine Juliana (Julia) Lagergren (* 1804– 1868). Aus der Ehe gingen mehrere Töchter gervor, darunter Eva Fryxell (1829–1920, Schriftstellerin). Die Kinderbuchautorin Karin Fryxell (1911–2003) war seine Urenkelin; sie verfasste 1981 eine Biografie ihres Urgroßvaters.
Leben und Werk Fryxell studierte an der Universität Uppsala und arbeitete nach seinem Kandidatenexamen 1819 als Lehrer an verschiedenen Stockholmer Schulen. 1820 wurde er als Geistlicher ordiniert und an der Universität Uppsala 1821 promoviert. Er blieb aber im Schuldienst und war ab 1827 Rektor an Stockholmer Schulen, ab 1831 an der Wallinska skolan, der ältesten höheren Mädchenschule in Stockholm. Er erhielt wegen seiner Werke 1833 den Professorentitel und wurde 1835 Pfarrer von Sunne bei Karlstad. 1836 übernahm er nebenamtlich auch das Amt eines Propstes, erhielt von seinem Bischof aber 1847 die Erlaubnis, sich nur noch dem Schreiben und der Forschung zu widmen.
In dem Singspiel Vermlands-flickan von 1822 ist der ursprüngliche Text des Liedes Ack Värmeland, du sköna enthalten. Er schrieb auch Abhandlungen zur Pädagogik und Schulbücher. Seine schwedische Grammatik erschien 1824.
mini|Titelseite Berättelser ur svenska historien 1823 begann er mit der Veröffentlichungen seiner volkstümlichenSchon Robert Nisbet Bain schrieb 1895 in seiner Biographie von Karl XII., New York, Putnam’s, S. VII, zur Darstellung von Fryxell über diesen Geschichtsabschnitt: this entertaining but prejudiced and uncritical work should be used very cautiously und bei einem breiten Publikum beliebten schwedischen Geschichte (Berättelser ur svenska historien, Geschichten aus der Schwedischen Geschichte), die er mit insgesamt 46 Bänden bis 1879 fortsetzte und die die Zeit bis zur Regierung von Adolf Friedrich abdeckten. Nach seinem Tod schrieb Otto Sjögren noch drei Bände, die 1891 bis 1893 erschienen und die Zeit von Gustav III. und Gustav IV. Adolf behandelten.
Ehrungen 1834 wurde er Mitglied der Kungliga Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien, 1840 der Svenska Akademien und 1847 der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Nach seinem Tod veröffentlichte seine Tochter Eva 1884 eine literarische Autobiographie aus dem Nachlass (Min historias historia).
Die Fryxellsgatan in Stockholm wurde 1909 nach ihm benannt.
Schriften Übersetzungen Leben Gustaf II. Adolfs, Königs von Schweden. Aus dem Schwedischen des And. Fryxell nach der zweiten Auflage übersetzt und mit den nöthigen Anmerkungen versehen von T[inette] Homberg. Hinrichs, Leipzig. Originaltitel ist 6. Teil in Beraettelser ur svenska historien. [1. Teil], 1842, . 2. Teil, 1843, .
Literatur
Rolf Torstendahl: Anders Fryxell. In: Svenskt biografiskt lexikon 16, 1964–1966, S. 591 ff. (schwedisch, Online-Ressource)
Einzelnachweise
Kategorie:Historiker Kategorie:Geistlicher der Schwedischen Kirche Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert) Kategorie:Schulleiter (Schweden) Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Geschichte und Altertumskunde der Ostseeprovinzen Russlands Kategorie:Mitglied der Kungliga Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien Kategorie:Mitglied der Schwedischen Akademie Kategorie:Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1795 Kategorie:Gestorben 1881 Kategorie:Mann