Friedensfahrer ist ein Dokumentarfilm von Rainer Ackermann über die 36. Internationale Friedensfahrt 1983.

Handlung Dieser Farb-Dokumentarfilm berichtet über die Internationale Friedensfahrt 1983, die von Warschau über Berlin nach Prag auf einer Gesamtlänge von 1899 Kilometern über 12 Etappen führte. Die ersten Bilder zeigen die Radrennfahrer am Start zum Prolog in Warschau, unter ihnen auch den DDR-Fahrer Uwe Raab.

Mit Rückblicken auf die 1. Friedensfahrt im Jahr 1948 mit dem tschechoslowakischen Fahrer Jan Veselý und der 1. Friedensfahrtetappe auf DDR-Boden im Jahr 1952 werden die historischen Beweggründe zur Austragung dieser Rennen erläutert. Sieger in Berlin 1952 wurde der Österreicher Franz Deutsch, der im Walter-Ulbricht-Stadion in Berlin von den Besuchern, unter ihnen viele Mitglieder der Partei- und Staatsführung, jubelnd empfangen wurde.

Während der ersten Etappe 1983 von Warschau nach Olsztyn wird auch das erste Mal der britische Radrennfahrer Hugh Ashworth gezeigt, der sich am Ende des Feldes befindet und der etwa 17 Minuten nach dem Sieger Uwe Raab im Stadion eintrifft. Dieser Fahrer wird, neben den Fahrern der DDR, über das ganze Rennen beobachtet. Er fährt zum ersten Mal in den sozialistischen Ländern mit und lobt die Organisation und herzliche Kameradschaft zwischen allen Mannschaften. Sein größter Wunsch ist, in Prag anzukommen. Aber schwerpunktmäßig wird natürlich über die Fahrer der DDR berichtet, die mit zu den besten Teilnehmern gehören. Dazu gehören Bilder von den Rennstrecken, Etappenankünften, Fahrten im Bus und Mannschaftsbesprechungen. Sie gewannen allein neun der zwölf Etappen. Fünf Etappen gingen an Olaf Ludwig, drei Etappen an Uwe Raab und die letzte Ankunft in Prag gewann Andreas Petermann, für den es, nach acht Teilnahmen bei der Friedensfahrt, der erste Etappensieg war. Gesamtsieger wurde Falk Boden aus der DDR.

Produktion Friedensfahrer war ein neuer Film von Rainer Ackermann, die Kamera führte Thomas Plenert, der später der renommierteste ostdeutsche Kameramann wurde. Er wurde von der Künstlerischen Arbeitsgruppe „kontakt“ auf ORWO-Color gedreht und lief am 27. Januar 1984 in den Kinos der DDR an.

Rezensionen Der Film von Rainer Ackermann gibt durch sein historisch-dialektisches Herangehen an den Stoff eine weite Dimension und bettet ihn in größere Zusammenhänge ein. Dies ist die Meinung von Margit Voss in der Tageszeitung Neues Deutschland.Neues Deutschland vom 13. Oktober 1984, S. 4

Klaus-Peter Wolf von der Neuen Zeit meinte, dass den Filmemachern teilweise schöne und dramatische Bilder gelangen, die die Härte des sportlichen Kampfes ebenso deutlich machen wie das Anliegen der Friedensfahrt.Neue Zeit vom 17. Oktober 1984, S. 4

Weblinks

Friedensfahrer DEFA-Stiftung

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1984 Kategorie:DDR-Film Kategorie:Dokumentarfilm Kategorie:Kurzfilm Kategorie:Radsportfilm Kategorie:Internationale Friedensfahrt