Die Synagoge Langweiler stand im abgegangenen Aldenhovener Ortsteil Langweiler im Kreis Düren.
1842 lebten im Ort 42 Juden. Bis 1850 gehörte Langweiler zur Synagogenbezirk Jülich. Zur späteren Filialgemeinde Langweiler gehörten Aldenhoven, Bettenhoven, Hoengen, Laurenzberg, Niedermerz und Warden. Sie bestand aus 189 Personen.
Synagoge Für 1844 ist bereits ein Bethaus nachgewiesen. Am 25. August 1854 wurde die Synagoge eingeweiht. Sie stand in einem Hof an der Hauptstraße. Es handelte sich um ein rechteckiges Ziegelsteingebäude mit Satteldach. Die drei Rundbogenfenster waren bunt verglast. 1929 wurde die Synagoge grundlegend renoviert und innen neu ausgemalt. Unter der Westempore war der Zugang.
Das Programm zur Einweihung war folgendes:
Am Nachmittag des Vortages der Reichskristallnacht, nämlich am 9. November 1938, wurde die Synagoge zerstört und geplündert, aber wegen der bestehenden Nachbarbebauung nicht in Brand gesteckt. 1941 kam das Gebäude an die Zivilgemeinde, die hier ein Lager für polnische Kriegsgefangene einrichtete. Später wurde das Haus als Geräteschuppen genutzt. 1953 übernahm die Jewish Trust Corporation das Gebäude und 1963 RWE. 1964 wurde die Synagoge abgerissen, wie später auch der gesamte Ort.
Siehe auch Jüdischer Friedhof (Langweiler)
Literatur Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, ISBN 978-3761613221, S. 130
Weblinks http://www.duereninfo.de/AGV/V.pdf
Einzelnachweise
Langweiler Kategorie:Abgegangenes Bauwerk im Kreis Düren Langweiler Kategorie:Erbaut im 19. Jahrhundert Kategorie:Zerstört in den 1960er Jahren Kategorie:Aldenhoven