Gębice () ist ein Dorf in der Landgemeinde Czarnków im Powiat Czarnkowsko-Trzcianecki (Czarnikau-Schönlanke) in der Woiwodschaft Großpolen, Polen.

Geographische Lage Gębice liegt etwa 40 Kilometer südlich der Stadt Piła (Schneidemühl) und zehn Kilometer östlich der Stadt Czarnikau. In etwa zehn Kilometern Entfernung fließt im Westen der Ortschaft die Netze (Noteć) vorbei. Die Entfernung zum Dorf Sarbia (Sarben) beträgt 5,2 Kilometer.

Geschichte mini|Gembitz nördlich der Stadt Posen und südlich der Stadt Schneidemühl auf einer Landkarte der Provinz Posen von 1905 (gelb markierte Flächen kennzeichnen Gebiete mit seinerzeit mehrheitlich polnischsprachiger Bevölkerung). mini|Gehöft in Gembitz Gembitz war im 19. Jahrhundert ein Dorf und Rittergut. Das Dorf hatte eine evangelische Pfarrkirche und eine evangelische Schule. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in dem Gutsdorf einen bedeutenden Mahlmühlenbetrieb.Handbuch der Geographie und Statistik für die gebildete Stände. Siebente Auflage, Band 4, Teil 2 (von Hugo Franz von Brachelli): Das Königreich Preußen und die deutschen Mittel- und Kleinstaaten. Leipzig 1864, S. 246, rechte Spalte 1854 saß ein Paliszewski auf Gembitz.Leopold von Ledebur: Adelslexikon der Preußischen Monarchie. Band 2, Berlin 1855, S. 178, rechte Spalte.

Das Dorf und Rittergut gehörte bis 1920 zum Landkreis Czarnikau in der Provinz Posen des Deutschen Reichs, musste dann jedoch aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags an die Zweite Polnische Republik abgetreten werden.

1939 wurde Gembitz von der deutschen Wehrmacht besetzt und anschließend völkerrechtswidrig in den Reichsgau Wartheland eingegliedert, zu dem es bis 1945 gehörte. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Ortschaft von der Roten Armee besetzt; nach Kriegsende wurde sie der Verwaltung der Volksrepublik Polen übergeben.

Kirchspiel Um die Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten die Protestanten in Gembitz zum evangelischen Kirchspiel Gramsdorf (Bukowiec).Eugen M. Th. Huhn: Topographisch-statistisch-historisches Lexikon von Deutschland. Band 2, Bibliographisches Institut, 1845, S. 516 rechte Spalte. 1865 wurde der Hilfslehrer Friedrich Kühn aus Niepruszewo bei Buck als Kantor an der evangelischen Pfarrkirche in Gembitz angestellt.Amtsblatt der Königlichen Preußischen Regierung zu Bromberg. Nr. 29, Bromberg, 21. Juli 1865, S. 276. 1881 wurde Heinrich Berthold Wenig zum Pfarrer der Gemeinden Gembitz, Gembitz Hauland und Fitzerie gewählt, der zuvor das Pfarramt provisorisch verwaltet hatte.Amtsblatt der Königlichen Preußischen Regierung zu Bromberg. Nr. 52, Bromberg, 27. Dezember 1881, S. 355, Nr. 886.

Die Katholiken in Gembitz gehörten zum katholischen Kirchspiel Czarnikau.

Einwohnerzahlen 1861: 900 1885: 922

Persönlichkeiten Wawrzyniec Gembicki (1559–1624), Großkronkanzler, Bischof von Kulm, Bischof von Włocławek und Erzbischof von Gnesen und Primas Poloniae

Fußnoten

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Großpolen Kategorie:Gmina Czarnków