Das Hochwasserrückhaltebecken Neuwürschnitz ist ein Hochwasserrückhaltebecken im Freistaat Sachsen. Das Bauwerk ist Teil der Hochwasserschutz-Maßnahmen für die Chemnitzer Region. Gestaut wird die Würschnitz, die hier an ihrem Oberlauf noch Beuthenbach genannt wird.

Lage mini|links|Der Beuthenbach, der im Hochwasserfall angestaut wird Das Rückhaltebecken befindet sich im Mittleren Erzgebirge auf der Flur der Gemarkungen Oberwürschnitz und Neuwiese (beide gehören zur Stadt Oelsnitz/Erzgeb.), Thierfeld (Ortsteil von Hartenstein) sowie Beutha und Oberdorf (Ortsteile von Stollberg/Erzgeb.). Der Staudamm wurde etwa 450 m südlich der A 72 errichtet.

Bauwerk Das Hochwasserrückhaltebecken ist als gesteuertes Trockenbecken (sogenanntes „grünes Becken“) konzipiert und soll nur bei Hochwasser eingestaut werden. Erst ab einem Abfluss von 5 m³/s soll dieser auf 1,5 m³/s gedrosselt werden, also etwa so viel, wie die Würschnitz beim Zusammenfluss mit der Zwönitz zur Chemnitz einbringt. Bei Vollstau kann das Becken dann bis zu 923.000 m³ aufnehmen. Die Dammhöhe über der Geländesohle soll 12,5 m betragen.

Bauarbeiten Baustart war der 2. Juni 2014, die Fertigstellung im Herbst 2016. Am 9. November 2016 wurde eine Nassfunktionsprobe erfolgreich durchgeführt. Ein Probestau war für das Winterhalbjahr 2016/17 vorgesehen. Die Kosten wurden auf 20 Millionen veranschlagt. Im Juni 2017 wurde das Becken eingeweiht.https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/211560?page=2 Der Baufortschritt konnte per Webcam verfolgt werden. Der erste Probestau erfolgte im Februar 2019.

Einzelnachweise

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