mini|Rotbauchdrossel mini|Brütende Rotbauchdrossel Die Rotbauchdrossel (Turdus rufiventris) ist ein Singvogel aus der Gattung der echten Drosseln (Turdus), die zur Familie der Drosseln (Turdidae) gehört.
Beschreibung Die Rotbauchdrossel trägt ihren Namen aufgrund ihres rostig-braunen Bauches. Dazu hat sie einen braungrauen Rücken, dunkelbraune, gelb-orange umrandete Augen, einen oliv-gelben, geraden Schnabel und graue Beine. Rotbauchdrosseln werden 17–25 cm groß, haben ein Gewicht von bis zu 68 g (Männchen) bzw. 78 g (Weibchen) und in freier Wildbahn eine Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren. Zeitungsartikel aus der Folha de São Paulo (port.) abgerufen am 28. Mai 2015WikiAves, abgerufen am 28. Mai 2015.
Lebensraum Das Verbreitungsgebiet der Rotbauchdrossel findet sich in Südamerika und erstreckt sich über weite Teile Brasiliens, Bolivien, Paraguay, Uruguay und den Norden von Argentinien.Steckbrief in AviBase (engl.) abgerufen am 28. Mai 2015 Rotbauchdrosseln leben in Menschennähe und bevorzugen offene Areale wie Waldränder, Parks und Gärten mit reichlichem Wasservorkommen.
Gesang Sowohl Männchen als auch Weibchen singen, Männchen dabei deutlich häufiger. Der Gesang klingt flötend-melodisch und ist meistens um die Zeit des Morgen- und Abendgrauens zu hören. Er dient zur Kennzeichnung des Territoriums und zur Balz.
– Aufnahme durch Eurico Zimbres in Petropolis, Rio de Janeiro (Bundesstaat) (Brasilien)
Ernährung Die Rotbauchdrossel ernährt sich vorwiegend von Insekten, Larven, Regenwürmern und reifem Obst, einschließlich vom Menschen angebautes Obst wie Papayas, Orangen und Avocadofrüchten. Auch die Früchte verschiedener Palmenarten stehen auf ihrem Speiseplan.
Fortpflanzung Bis zu dreimal im Jahr legt das Weibchen zwei bis vier bläulich-grüne Eier.Rotbauchdrossel-Nest, Foto auf WikiAves, abgerufen am 28. Mai 2015 Nach 13 Tagen schlüpfen die Jungvögel, die gemeinsam von Männchen und Weibchen versorgt werden und nach 10–12 Tagen flügge werden.
Unterarten Es sind zwei Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Thrushes Turdus rufiventris juensis (, 1916)Charles Barney Cory (1916), S. 344 . kommt im nordöstlichen Brasilien vor. Turdus rufiventris rufiventris , 1818Louis Pierre Vieillot (1818), S. 226. ist im östlichen Bolivien über Paraguay bis ins südöstliche Brasilien, Uruguay und das nördliche Argentinien verbreitet.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Rotbauchdrossel erfolgte 1816 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Turdus rufiventris. Das Typusexemplar stammte aus Brasilien. Bereits 1758 führte Carl von Linné die für die Wissenschaft neue Gattung Turdusein.Carl von Linné (1758), S. 168 Der Begriff stammt von ab.Turdus The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname rufiventris ist ein Wortgebilde aus und .rufiventris The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Juensis bezieht sich auf Juá im Bundesstaat Ceará. Alfred Laubmann berichtete von gesammelten Exemplaren während der „3. Gran-Chaco-Expedition“ durch Hans Krieg (1888–1970), Michael Mathias Kiefer (1902–1980) und Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) und zusätzlich von Adolf Neunteufel (1909–1979).Alfred Laubmann (1940), S. 220–221
Literatur
Weblinks
Steckbrief bei WikiAves (port.) Fotogalerie VIREO (engl.) auf Briefmarken
Einzelnachweise
Kategorie:Drosseln