Theodor Hamacher (* 27. August 1825 in Düsseldorf; † 19. März 1865 in BreslauLebensdaten Theodor Hamachers in: Miriam Krautwurst: Reinhold Vasters – ein niederrheinischer Goldschmied des 19. Jahrhunderts in der Tradition alter Meister. Sein Zeichnungskonvolut im Victoria & Albert Museum, London. Dissertation Universität Trier, Trier 2003, S. 18.) war ein deutscher Historien- und Porträtmaler der Düsseldorfer Schule.
Leben Hamacher war Sohn des Steindruckers Johann Peter Joseph Hamacher (* 1780) und seiner Frau Anna Maria, geb. Durong (* um 1800).Miriam Krautwurst, S. 18. An der Kunstakademie Düsseldorf studierte er Malerei, unter anderem bei ihrem Direktor Wilhelm Schadow. In den Jahren 1846 bis 1854 wirkte er als Hofmaler in Oldenburg.Miriam Krautwurst, S. 21, Fußnote 18. Dort schuf er die Porträts mehrerer Angehöriger des großherzoglichen Hauses Oldenburg, so 1847 das Bildnis der 1844 verstorbenen Cäcilie von Schweden, die der Großherzog August I. 1831 in dritter Ehe geheiratet hatte. In den Jahren 1851 bis 1852 restaurierte Hamacher zusammen mit seinem Schwager Raphael Schall, der seit 1846 mit seiner Schwester Elisabeth vermählt war, im Auftrag des Breslauer Domherrn Heinrich Förster die Fresken der Auferstehungskapelle des Breslauer Doms.Friedrich Baudri (Hrsg.): Organ für christliche Kunst. Ausgabe vom 15. April 1853, S. 63 (Google Books). Es folgten weitere Auftrage Försters, nachdem jener 1853 zum Fürstbischof von Breslau aufgestiegen war. Zusammen mit seinem Schwager Schall gehörte Hamacher zu den bevorzugten Malern des Fürstbischofs, in dessen Sammlung viele ihrer Bilder aufgenommen wurden.Joanna Lubos-Kozieł: Die Gemäldesammlung des Bischofs Heinrich Förster. schlesischesammlungen.eu, 12. April 2010; abgerufen am 3. April 2015. 1855 war Hamacher Trauzeuge der Eheschließung seiner Schwester Anna Catharina Josepha mit dem Aachener Goldschmied Reinhold Vasters.Miriam Krautwurst, S. 18. Im Todesjahr 1865 beschickte Hamacher eine Ausstellung der Royal Academy of Arts in London mit dem Bildnis seiner Frau, die ihm 1862 den Sohn Alfred und 1865 den Sohn Willy geboren hatte. Beide Söhne wurden ebenfalls Maler.
Werke (Auswahl) mini|Cäcilie von Schweden, postumes Porträt, 1847 Postumes Porträt der verstorbenen Großherzogin Cäcilie, 1847 zusammen mit Raphael Schall: Restauration der Fresken in der Auferstehungskapelle des Breslauer Doms, 1851/1852 Einzug des Erbherzoglichen Paares in Oldenburg, 1852, letztes offizielles „Staatsbild“ des Großherzogtums Oldenburg, Auftragsarbeit zur Vermählung des oldenburgischen Erbgroßherzogs Nikolaus Friedrich Peter mit Elisabeth von Sachsen-AltenburgHeinrich Schmidt: Geschichte in der Region. Zum 65. Geburtstag von Heinrich Schmidt. Hahn Verlag, Hannover 1993, ISBN 978-3-7752-5881-4, S. 332 (Google Books) Die Schlüsselgewaltübergabe Madonna Die heilige Hedwig in der Kapelle Heinrich Förster, Porträt des Breslauer Fürstbischofs Der heilige Franz von SalesKurt Engelbert (Hrsg.): Archiv für schlesische Kirchengeschichte. Band 2, Verlag A. Lax, Breslau 1937, S. 215 Porträt einer Dame mit Spitzenhaube und blauer Schleife, 1862 Porträt von Karl XIII. von Schweden nach Lorenz Pasch d. J., Schwedisches Nationalmuseum
Literatur
Sabine Morgen: Die Ausstrahlung der Düsseldorfer Schule nach Amerika im 19. Jahrhundert. Düsseldorfer Bilder in Amerika und amerikanische Maler in Düsseldorf mit Künstlerlexikon auf CD-ROM, Edition Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-7675-3059-1 (= Göttinger Beiträge zur Kunstgeschichte, Band 2).
Weblinks
Theodor Hamacher, Auktionsresultate im Portal artnet.com
Einzelnachweise
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