mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Wannsee
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wannsee beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Wannsee mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Das öffentliche Straßennetz im gesamten Bezirk Steglitz-Zehlendorf (einschließlich aller sieben Ortsteile) umfasst 635,4 km. Damit verfügt der Bezirk vor dem Bezirk Treptow-Köpenick (628,1 km) und dem Bezirk Pankow (604,7 km) über das größte Straßensystem in der Hauptstadt.
Wannsee hat Einwohner (Stand: ) und umfasst den Postleitzahlenbereich 14109. Der Ortsteil Wannsee entstand aus der vormaligen „Villen-Kolonie Alsen“, dem Dorf Stolpe, Kohlhasenbrück und Steinstücken, wodurch das Straßensystem in Wannsee geprägt ist. Im Norden liegt der Berliner Forst um den Schäferberg, im Westen der Volkspark Klein-Glienicke mit dem Glienicker Schloss und das Jagdschloss Glienicke sowie der Düppeler Forst setzen sich südlich der Seenkette des Kleinen Wannsees zum Griebnitzsee fort. Im Osten liegt der Große Wannsee und die Grenze zu Nikolassee liegt an der Bahnlinie.
Die Ortslage Steinstücken war bis 1972 durch die Situation als Berliner Exklave auf DDR-Territorium geprägt. Im Ergebnis eines Gebietsaustauschs wurde die Bernhard-Beyer-Straße als Zugang ermöglicht, heute liegen Straßen für Steinstücker Siedlungshäuser auf Potsdamer Gebiet.
Im Ortsteil Wannsee liegen 98 gewidmete Straßen und drei benannte Plätze. Die wichtigste Hauptstraße ist im Zuge der Bundesstraße 1 die Potsdamer Chaussee / Königstraße, auf ihr wird der Ost-West-Verkehr zwischen Potsdam und dem Berliner Südwesten geführt, die Ausflugsziele im Berliner Forst sind von Zehlendorf her erreichbar. Von der B 1 besteht am Autobahnkreuz Zehlendorf der Zugang zur A 115 (AVUS). Von den Straßen liegen zehn teilweise außerhalb des Ortsteils in Nikolassee und Griebnitzsee. Die Gesamtlänge der (in der Liste aufgeführten) Bundes-, Stadt- und Siedlungsstraßen im Ortsteil beträgt 56,0 km.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlbrechts Teerofen () 470 + 740 1750 errichteter Pechofen Die Straße führt zu einer kleinen, am Stadtrand abgeschiedenen Wohnsiedlung am Teltowkanal in Kohlhasenbrück. Seit dem 15./16. Jahrhundert betrieb die hier ansässige Teerbrennerfamilie Albrecht eine Anlage zur Herstellung von Holzteer und Holzessig durch Verschwelen von harzhaltigem Holz. Straße und Siedlung liegen am Stadtrand zu Stahnsdorf und Kleinmachnow. Die Zufahrt mit dem Auto ist vom Kremnitzufer erreichbar. Für Fußgänger ist ein Zugang über die ehemalige Autobahnbrücke der stillgelegten Trasse der A 115 aus dem Forst Düppel und dem Teltowkanalweg möglich. 140px|Albrechts Teerofen Lokschuppen 140px|Albrechts Teerofen Raststätte Dreilinden
140px|Berlin-Wannsee Albrechts TeerofenAlsenstraße ()680Alsen, dänische Insel im Kleinen Belt Die Straße liegt zwischen Chausseestraße und Am Kleinen Wannsee. Der Straßenname wurde 1888 von Wilhelm Conrad in den 1883 aufgestellten „Situations-Plan der Villen-Kolonie Alsen“ (siehe dazu auch → hier) unter Bezug auf den entscheidenden Vorstoß im Deutsch-Dänischen Krieg eingetragen. Diese Verbindungsstraße zwischen dem Dorf Stolpe und der Villenkolonie Alsen wurde mit Gemeindebeschluss vom 4. November 1894 schuldenfrei und unentgeltlich der Gemeinde als Straßenland überlassen. 140px|Alsenstraße 140px|Berlin-Wannsee Alsenstraße TennisplatzAm Birkenhügel ()230 Birken bestandene Bodenerhebung (Name wohl symbolisch) Die Straße liegt zwischen Ulrici- und Schäferstraße. 140px|Berlin-Wannsee Am BirkenhügelAm Böttcherberg ()140(im Ortsteil) Böttcherberg, westlich der Straße im Berliner Forst Düppel Die Straße mit den Grundstücken 16 (gerade) und 17 (ungerade) liegt im Ortsteil von Am Waldrand (südlich der Königstraße) zur Stadtgrenze zu Potsdam-Klein Glienicke. 1961 bis 1990 lagen hier die Grenzanlagen im Bereich der Berliner Mauer, wobei bis 1972 im Gebiet Exklaven des Bezirks Zehlendorf lagen.; Ehemalige Westberliner Exklaven am Böttcherberg in Klein Glienicke, Potsdam. Es handelte sich um drei kleine Grundstücke die teilweise nur wenige Meter von West-Berliner Territorium entfernt waren, aber komplett von DDR-Gebiet umschlossen. Die Exklaven wurden 1972 in einem Gebietsaustausch mit der DDR aufgelöst. Im weiteren Verlauf von 420 Metern liegt die Stadtgrenze an der Außenseite der Straße (das Straßenland also in Potsdam) und nur der westlicher anliegende Böttcherberg mit dem Waldgrundstück selbst gehört zu Wannsee. Die Straße schließt im Süden an die Wannseestraße an, die in Potsdam liegt. 1930 ist die Straße mit dem bebauten Grundstück 16 und einem Park zwischen Königstraße und Gemarkung Neubabelsberg verzeichnet.Berliner Adreßbuch 1930 > Teil IV. Straßen und Häuser von Berlin > Verwaltungsbezirk Zehlendorf: … Wannsee. Teil IV, S. 1506 ff 140px|Loggia Alexandra 140px|Berlin-Wannsee Am BöttcherbergAm Großen Wannsee ()2080 am Großen Wannsee gelegen Die ruhige Straße mit Wassergrundstücken am Westufer des Großen Wannsee ist von Königstraße nach Zum Heckeshorn eine Einbahnstraße, ab dort weiter als Sackgasse zur ehemaligen Lungenklinik Heckeshorn. Der Straßenname war 1888 auf dem 1883 aufgestellten „Situations-Plan der Villen-Kolonie Alsen“ als Große Seestraße eingetragen worden. Nach 1899 wurde die Große Seestraße zur Königstraße verlängert und gegenüberliegend von der Kleinen Seestraße fortgesetzt und ersetzte damit einen Teil der Ringstraße in der Villenkolonie. Die Straße hat im Süden den Anschluss an die Königstraße. Am See haben mehrere Yacht- und Segelclubs ihr Domizil. An der Straße liegt die Villa Thiede mit dem Kunstsalon der „Berliner Secession“ und die Liebermann-Villa sowie das Haus der Wannsee-Konferenz. Über den Bootsanliegeplätzen am Wannseeufer steht eine Kopie des Idstedt-Löwen. 140px|Berlin-Wannsee Am Großen Wannsee Villa Herz 140px|Haus Am Wannsee
140px|Liebermann-Villa
140px|Berlin-Wannsee Am Großen Wannsee VSAWAm Heidesaum ()140 einem Heidestück anliegend, mittlerweile Hochwald Die Straße liegt nördlich der Königstraße als Querstraße am Ende der Kornaue. Sie erschließt nach beiden Seiten als Sackgasse die Grundstücke Am Heidesaum 1–13 (ungerade) und 2–8 (gerade). Nach Bebauungsplan wurde sie als Straße C trassiert. 140px|Berlin-Wannsee Am HeidesaumAm kleinen Anger ()300 Anger der Siedlung Die Straße erschließt Siedlungshäuser zwischen Don-Bosco-Steig und Max-Liebermann-Allee nordöstlich vom Neuen Friedhof Wannsee. Die Straße hat ein erweitertes Mittelstück – wie einen Anger –, die Grundstücke 5–19 (ungerade) liegen zum Berliner Forst (Forstdienstacker) und die geraden 2–30 gegenüber, wobei die Häuser über 20 an einem querliegenden Straßenabschnitt zwischen Wald und Max-Liebermann-Allee liegen, deren Nordseite mit Eigenheimen der 2010er Jahre bebaut ist. 140px|Berlin-Wannsee Am Kleinen AngerAm Kleinen Wannsee () 1620 am Kleinen Wannsee gelegen Die ruhige Wohnstraße in ausgezeichneter Wohnlage zwischen Königstraße/Am Großen Wannsee und Hohenzollernstraße hieß seit 1888 Kleine Seestraße. Bereits Anfang der 1790er Jahre wurde ein Verbindungsweg nach Zehlendorf und ein verlängerter Fußweg zu den Gewässern angelegt. Der Straßenname wurde 1888 von Wilhelm Conrad in den 1883 aufgestellten „Situations-Plan der Villen-Kolonie Alsen“ eingetragen. Im Jahr 1894 wurde die Straße als Gemeindeland von der Gemeinde übernommen. Nach 1899 wurde die Kleine Seestraße zur Königstraße verlängert und ersetzte damit einen Teil der Ringstraße. Die Häuser am Südrand der Straße haben direkten Wasserzugang. Hier liegt die Immanuel-Klinik. 140px|Siemens-Villa
140px|Berlin-Wannsee Am Kleinen Wannsee 14 BFV
140px|Berlin-Wannsee Am Kleinen Wannsee
140px|Berlin-Wannsee Am Kleinen Wannsee SiemensvillaAm Landeplatz ()100nach dem Hubschrauberlandeplatz der US-Amerikaner Die Straße in Steinstücken führt ostwärts der Teltower Straße zur Bahnlinie, Grundstücke sind keine zugeordnet. Die Benennung der Straße entstammt der Zeit zwischen 1961 und 1972 als der Zugang zur Exklave Steinstücken lediglich per Hubschrauber möglich war. Nach der Wende wurde der Hubschrauberlandeplatz zum Kinderspielplatz.Adressauswahl zur Karte von Berlin 1:5000 (K5-Farbausgabe) hergestellt von den bezirklichen Vermessungsämter Die Straße ist für Autos durch eine Eiche versperrt, die Einfamilienhäuser an der Straße sind nur zu Fuß erreichbar. Der Fußweg endet an einem Spielplatz an der Bahn, wo das Denkmal an den einstigen Landeplatz steht. 140px|Berlin-Wannsee Am Landeplatz
140x140px|zentriert|Berlin-Wannsee Am LandeplatzAm Löwentor ()290 Idstedt-Löwe Die Straße ist die Zufahrt zur nach 2005 erbauten Eigenheimsiedlung und geht von der Straße zum Löwen nach Nordwest, sie setzt die Koblanckstraße fort. 140px|Berlin-Wannsee Am Löwentor 140px|Berlin-Wannsee Am LöwentorAm Sandwerder ()810Sandwerder, früherer Name der Insel Schwanenwerder Namensgebend ist die bis 1901 als Cladower Sandwerder bezeichnete Insel, die zu jener Zeit zum Amt Spandau gehörte. Die Straße wurde um 1894 von der Heimstätten AG angelegt und nach Friedrich Karl Nikolaus, Prinz von Preußen (1828–1885) als Prinz-Friedrich-Karl-Straße benannt, später wurde daraus Friedrich-Karl-Straße. Die Straße liegt zwischen Kronprinzessinnen- und Tillmannsweg auf der Ostseite des Großen Wannsees, die westlichen Grundstücke reichen bis an den See, sie liegt in gefragter Wohnlage mit Villen an der Seite zum Großen Wannsee mit direktem Wasserzugang. Am Sandwerder 5 befindet sich in einer Gründerzeitvilla das Literarische Colloquium Berlin. Auf der Straße liegt ein Teilstück des Havelseenwegs,20 grüne Hauptwege: Havelseenweg Nr. 12 der hier Teil des Europawanderwegs E 11 ist. 140px|Villa Wild
140px|Am Sandwerder 17–19 American Academy
140px|Am Sandwerder 11–15
140px|Am Sandwerder 39Am Waldrand () 120(im Ortsteil) Lage am Waldrand des Forsts Düppel Die Zuführung von der Königstraße liegt in Wannsee, im Weiteren liegt die Straße ab RoedenbecksteigExplosives Gemisch – Auf einer Müllkippe in Berlin will Minister Schwarz-Schilling eine Post-Anlage bauen – gegen den Rat aller Experten. In: Der Spiegel einschließlich der westlichen Grundstücke in Klein-Glienicke (Potsdam). Die östlichen Grundstücke 16–20a sowie 28–32 (gerade) gehören zu Wannsee. Die Straße endet im Süden an der Potsdamer Wannseestraße, jedoch der folgende Forst Düppel gehört wiederum zu Wannsee. Der überwiegende Teil gehört zum Potsdamer Ortsteil Babelsberg, der wie ein Brückenkopf nach Zehlendorf hineinreicht. Durch den Bau der Mauer 1961 war die Straße bis 1989 geteilt und in unmittelbarer Nähe der Straße lag die DDR-Befestigungsanlage der Grenze zwischen West-Berlin und der DDR. Um 1900 wurde die nach Friedrich Sigismund, Prinz von Hohenzollern (1891–1927) benannte Friedrich-Sigismund-Straße hier angelegt.140px|Berlin-Wannsee Am WaldrandAm Wildgatter ()400 Wildgatter, eingezäunte Fläche für Wild Die Straße 1 wurde zwischen 1908 und 1909 von den Anliegern und Eigentümern angelegt. Sie liegt zwischen Frieden- und Martin-Heydert-Straße. Im Adressbuch 1930 ist sie als unbebaut zwischen Frieden- und Stimmingstraße aufgeführt. 140px|Berlin-Wannsee Am WildgatterAn der Obstwiese ()210 vorher hier betriebener Obstbau Diese mit dem Bau der hier liegenden Eigenheime angelegte Privatstraße liegt von der Max-Liebermann-Allee ostwärts im rechten Winkel zum Löwensee verlaufend. Ab 2014 entstanden hier zwei Holzbauten („Plus-Energie-Häuser“) durch Graft Gesellschaft von Architekten. 140px|Wannsee An der Obstwiese GRAFTArnold-Knoblauch-Ring ()460Arnold Knoblauch (1879–1963), Architekt Nach Bebauungsplan sind hier Straße 632 und Straße 633 trassiert, die um 1928/29 auf Kosten der Anlieger durch die Gemeinde errichtet wurden. Sie liegt im Süd-nach-Ost-Bogen zwischen der Glienicker Straße und dem Stölpchenweg. 140px|Berlin-Wannsee Arnold-Knoblauch-RingBäkestraße