Gniebsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Bürgel im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen. Die Ortsteile Thalbürgel und Gniebsdorf haben eine gemeinsame Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister. Der Ortsteil Thalbürgel mit Gniebsdorf hat ca. 730 Einwohner.

Geografie Gniebsdorf und Thalbürgel stellen wohl bildlich eine Einheit dar, werden aber gesondert aufgeführt und sind mit der Stadt Bürgel zusammengewachsen. Auf der Bundesstraße 7 von Jena kommend erreicht man zuerst den Abzweig Gniebsdorf, dann folgt Thalbürgel-Kloster. Im folgenden Tal verläuft die Landesstraße 2316 und die alte Handelsstraße aus Richtung Beulbar, Gerega und Ilmsdorf.

Geschichte Gniebsdorf wurde urkundlich 1405 erstmals genannt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 91. Wenn man von der Bundesstraße 7 in den Ort kommt, findet man Reste der Ortsbefestigung, die sich auf der mit Bäumen bestandenen Wiese gut erhalten hat. Im angrenzenden Garten ist der Wall schon verschliffen. Im Norden bildet der Hang einen natürlichen Schutz. Im Süden und Osten ist er durch Straßenbau und andere Überbauung verschwunden.Sven Ostritz (Hrsg.): Saale-Holzland-Kreis, Ost (= Archäologischer Wanderführer Thüringen. H. 9). Beier & Beran, Langenweißbach 2007, ISBN 978-3-937517-51-3, S. 43. Danach folgen schon die Klosterkirche und andere Gebäude des Klosters Bürgel. Gniebsdorf ist spät erstmals urkundlich erwähnt worden. In jüngerer Zeit wurden einige neue Häuser gebaut; selbstständige Unternehmer und Unternehmen haben sich niedergelassen.N.N.: Bürgel stellt Gniebsdorf vor

Gniebsdorf gehörte zum Besitz des Klosters Bürgel und kam nach dessen Auflösung im Zuge der Reformation im Jahr 1526 zum ernestinischen Amt Bürgel.Johann Ernst Fabri: Geographie für alle Stände. Theil 1, Band 4: Welcher die Fortsetzung und den Beschluß vom Obersächsischen Kreise enthält. Schwickert, Leipzig 1793, S. 43 f. Dieses gehörte aufgrund mehrerer Teilungen zu verschiedenen Ernestinischen Herzogtümern. Ab 1815 war der Ort Teil des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach,Staats-Handbuch des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach. 1827, , S. 121 f. welches ihn 1850 dem Verwaltungsbezirk Weimar II (Verwaltungsbezirk Apolda) angliederte. 1920 kam Gniebsdorf zum Land Thüringen.

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Einzelnachweise

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