Wildwasserschwimmen bezeichnet das Schwimmen im Wildwasser. Es zählt durch das hohe Verletzungsrisiko zu den Extremsportarten.
Entstehung Entwickelt hat sich das Wildwasserschwimmen als Sportart innerhalb von Wasserrettungsorganisationen, parallel zum Wildwasserpaddeln und Rafting. Da mit den häufigeren Unfällen im Wasser auch vermehrt kompetente Rettungskräfte benötigt wurden, welche schwimmerische Qualifikationen benötigten und somit im Training stehen mussten.
Ausrüstung Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich für Schwimmer im Wildwasser, Neoprenanzug, Rettungsweste und Schutzhelm zu tragen, weil Treibholz oder Unterwasserfelsen sonst zu Verletzungen führen könnten. Außerdem sind festes Schuhwerk und Handschuhe hilfreich.Burkhard Hole wird deutscher Vizemeister in: Schwäbische Zeitung vom 17. September 2010
Professionelle Canyoning Organisationen, wie die CIC, raten von dem Benutzen einer Schwimmweste im Wildwasser ab, da mit diesem zusätzlichen Auftriebskörper das rettende Abtauchen in Walzen erschwert oder gar unmöglich gemacht werden kann. Außerdem behindert eine Schwimmweste die Schwimmbewegungen.
Professionelle Veranstalter entscheiden den Einsatz der Schwimmweste anhand der ausgewählten Strecke.
Wettkämpfe Geschichte Zwischen 2008 und 2014 hat die Bodyrafting-Challenge - Internationale Deutsche Meisterschaften im Wildwasserschwimmen in Roppen in Tirol stattgefunden. in: Donaublatt vom 30. September 2010Ergebnisse im Wildwasserschwimmen- Int. Deutsche Meisterschaften 7. September 2013 in RoppenBlaue Flecken und Rekordzeiten vom 11. September 2013 auf: SWIM.de vom 11. September 2013Daniel Schwarz schafft den Hattrick in: Schwäbische Zeitung vom 18. September 2013 Im Juni 2011 wurden in Lienz in Tirol in Österreich die Weltmeisterschaften im Wildwasserschwimmen ausgerichtet.
Ablauf Bodyrafting-Challenge - Internationale Deutsche Meisterschaften im Wildwasserschwimmen Der Wettkampf umfasst Trainingsläufe, Vorläufe, Zwischenläufe und Endlauf. Die Wettkampf-Kurslänge beträgt ca. zwei km, wobei die Wettkämpfer am Flussufer starten, dann flussabwärts mit der Strömung schwimmen und alle ca. 500 m einen Kontrollpunkt an Land berühren müssen, bis das Ziel am Ufer wieder erreicht wird.
Whitewater Trophy - Weltmeisterschaft im Wildwasserschwimmen Der Start erfolgt von der sieben Meter hohen Tagger-Lutz-Brücke. Die Strecke führt anschließend ca. 4,3 km über den Wildwasserfluss Isel durch das Stadtgebiet von Lienz. Neben drei Laufpassagen gilt es, Checkpoints zu passieren, den Stadtslalom zu bewältigen, den Fluss dreimal zu queren und einen weiteren Sieben-Meter-Sprung von einer Brücke zu bewältigen.
Siehe auch Canyoning Hydrospeed
Literatur
Georg Fernsebner: Faszination Wildwasser: Wildwasserschwimmen ; Rafting ; Canyoning ; Gefahren ; Sicherheit ; Rettung ; ein Lehrbuch der Österreichischen Wasserrettung - Landesgruppe Tirol, Tyrolia-Verlag, 1998, ISBN 978-3-7022-2154-6
Weblinks
7. Internationale Deutsche Meisterschaft im Wildwasserschwimmen, 9. September 2014
Einzelnachweise
Kategorie:Schwimmsportart Kategorie:Extremsportart Kategorie:Extremschwimmen