mini|Mercedes Bunz (2019) Mercedes Bunz (* 16. November 1971 in Magdeburg) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin und Journalistin.
Leben Nach dem Abitur am Celtis-Gymnasium in Schweinfurt im Jahr 1991 studierte Bunz Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. 1997 gründete sie gemeinsam mit Sascha Kösch, Riley Reinhold und Benjamin Weiss die Berliner Musik- und Kulturzeitschrift De:Bug. 1999–2001 war sie deren Mitherausgeberin und Chefredakteurin.Stephan Weichert, Christian Zabel: 2010; abgerufen am 11. Juni 2011.
Im Jahr 2005 wurde sie als Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung an der Bauhaus-Universität Weimar bei Joseph Vogl. In: Carta. Abgerufen am 11. Juni 2011. nach erfolgreicher Verteidigung einer Arbeit über die Geschichte des Internets von den 1950er bis in die 1980er Jahre, die 2008 als Sachbuch erschien, zur Dr. phil. promoviert.
Nachdem sie eine Zeit lang als freie Journalistin gearbeitet hatte, erhielt sie 2006 eine Post-Doktorandenstelle als Lehrbeauftragte an der Universität Bielefeld. Im selben Jahr wurde sie Chefredakteurin der Berliner Stadtillustrierten Zitty,Anna Reimann: ‚Zitty‘-Chefredakteurin Bunz. Die Ausgepennte. Spiegel Online, 30. August 2006; abgerufen am 11. Juni 2011. bevor sie im Jahr 2007 die Leitung der Online-Redaktion des Tagesspiegels übernahm.
2009 wechselte sie zum Londoner Guardian,Jochen Voß: Private Gründe Chefredakteurin Bunz verlässt ‚tagesspiegel.de‘. In: DWDL.de. 7. August 2009. Abgerufen am 11. Juni 2011. wo sie bis Anfang 2011 im Ressort Medien und Technik über die Entwicklung des Online-Journalismus sowie der sozialen Netzwerke schrieb.Mercedes Bunz. Profile. In: The Guardian, ohne Datum; abgerufen am 11. Juni 2011.
Von 2012 bis 2014 leitete sie das Forschungsprojekt Hybrid Publishing Lab im Centre for Digital Cultures an der Leuphana Universität Lüneburg und baute dort den experimentellen Wissenschaftsverlag meson press auf.Dr. Mercedes Bunz zählt zu „Deutschlands digitalen Köpfen“. Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg. 4. Juli 2014; abgerufen am 16. März 2015. In der Folge wurde sie Senior Lecturer in der Westminster School of Media, Arts and Design (Communication and Media Research Institute, CAMRI) an der University of Westminster, London. Seit 2018 arbeitet sie im Fachbereich Digitale Geisteswissenschaften am King’s College London, wo sie seit 2022 Professorin für Digitale Kultur und Gesellschaft ist.
Bunz war u. a. für die Online-Magazine Telepolis Telepolis; abgerufen am 11. Juni 2011. und Carta tätig. Sie lebt und arbeitet in London, ehemals auch in Lüneburg.Mercedes Bunz: About. Private Website. Abgerufen am 16. März 2015. Sie berichtete für DRadio Wissen sowie für Bayern 2 über die Entwicklung im Medienbereich.
Auszeichnungen 2010: Fachjournalisten-Preis des Deutschen Fachjournalisten-VerbandsDeutscher Fachjournalisten-Kongress in Berlin: Dr. Mercedes Bunz erhält Fachjournalisten-Preis 2010. Pressemitteilung des DFJVs, 4. November 2010; abgerufen am 11. Juni 2018.
Schriften (Auswahl)
Mit Graham Meikle: als Mitautorin:
Literatur Grietje Staffelt: Von Techno bis Tagesspiegel – Mercedes Bunz. In: Schmierfinken : Politiker über Journalisten. Hrsg. von Maybrit Illner und Hajo Schumacher. Heyne, München 2009, ISBN 978-3-453-62037-7.
Weblinks
Persönliche Webpräsenz Offizielle Webpräsenz am King’s College London Mercedes Bunz über das Internet als Waldspaziergang. In: Elektrischer Reporter, Nr. 27, 23. April 2007, YouTube, abgerufen am 29. November 2018 (Interview). Kritik im Zeitalter der Digitalisierung. Zum Verhältnis von Künsten und Medien von Mercedes Bunz und Corina Caduff, 13. Oktober 2019, abgerufen am 28. Dezember 2020.
Einzelnachweise
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