Gustav Herth (* 13. August 1820 in Buchen; † 27. Dezember 1884) war ein badischer Landwirt, Naturwissenschaftler und Politiker.

Leben Gustav Herth studierte in Heidelberg von 1845 bis 1850 Pharmazie sowie Naturwissenschaften und promovierte zum Dr. ph. Von 1850 bis 1857 war er Lehrer der Agrikultur-Chemie und ging dann aus Gesundheitsgründen zur praktischen Landwirtschaft über. Zwischen 1856 und 1862 richtete er die bekannte Bewässerungsanlage des Guts Seehof ein. Er bekleidete zahlreiche Funktionen in landwirtschaftlichen Verbänden.

Von 1861 bis 1863 war Herth Mitglied der Zweiten Kammer der Badischen Ständeversammlung und von 1868 bis 1870 gehörte er als Abgeordneter des Wahlkreises Großherzogtum Baden 12 (Heidelberg, Weinheim, Eberbach, Buchen) dem Zollparlament an. Dort schloss er sich den Nationalliberalen an. Kandidaturen bei der Reichstagswahl 1871 bis 1874 im Reichstagswahlkreis Großherzogtum Baden 14 blieben erfolos.

Herth heiratete 1852 Marie Amelie Scipio (1827–1880), die Schwester des späteren Reichstagsabgeordneten Ferdinand Scipio. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: der Jurist August Herth (1855–1895) und Bertha Herth (1861–1924), die den preußischen Oberst Franz von Frankenberg und Langendorff heiratete.Carl Lepper: Seehof. Die Geschichte eines verschwundenen Dorfes. (=Der Wormsgau, Beiheft 7) Stadtbibliothek Worms, Worms 1938, S. 88.

Einzelnachweise

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